Der abiotische Umweltfaktor Boden

Entstehung


• physikalische und chemische Verwitterung des Ausgangsgesteins
→ ständige Veränderung
• Abtragung durch Wind, Schnee, Eis, Niederschlag
→ Oberflächenformung

Funktionen als
• Filter, indem sie aus Niederschlägen sauberes Grund- und Trinkwasser
• Puffer und bewirken eine kontinuierliche Nährstoffversorgung der Pflanzen. Sie machen Schadstoffe wie Säuren und Schwermetalle – in begrenztem Maße – unschädlich.
• Als Puffersubstanzen wirken z.B. Kalk, organische Substanz, Eisenoxide
• Transformatoren, indem die Bodenlebewesen Pflanzenreste abbauen und die enthaltenen Nährstoffe wieder zur Verfügung stellen. Intaktes Bodenleben ist Voraussetzung für die Aufrechterhaltung dieser Umsetzungsprozesse
• Speicher, denn sie speichern Niederschläge und Nährstoffe, allerdings auch Schadstoffe.

–> Bodenfunktionen werden gefährdet bzw. geschädigt durch:
–> Versiegelung
–> Schadstoffeinträge
–> Bodenerosion
–> Bodenversauerung
–> Bodenverdichtung
>

Aufbau


• Profil besteht aus Bodenhorizonten
• Bodenhorizont → verschiedene Schichten → abhängig vom Ausgangsgestein und äußeren Einflüssen

Bodenunterteilung

1. Bodenart
• beschreibt äußeres Erscheinungsbild
• Bestimmung nach Korngrößen , Farbe, pH-Wert
• Eigenschaften abhängig von Korngröße → z.B. Feuchtigkeitsgehalt, Durchlüftung, Durchwurzelbarkeit, Bearbeitbarkeit

2. Bodentyp
• Bestimmung durch unterschiedliche Verwitterung, Zersetzung, Anteil organische Stoffe, Ausgangsgestein
• abhängig von äußeren Einflüssen und Ausgangsgestein → Abfolge von Bodenhorizonten

Bodenbestandteile


• Mineralien
• Organische Stoffe
• Bodenwasser
• Bodenluft
• (Schadstoffe)

Zeigerpflanzen


Zeigerpflanzen (Indikatorpflanzen) sind Pflanzenarten mit einer geringen ökologischen Potenz, d.h. mit einer geringen Toleranz auf Veränderungen ihrer Lebensbedingungen. Sie geben deshalb unter anderem auch gute Hinweise auf die Beschaffenheit des Untergrundes und Bodens auf dem sie wachsen oder auf die Einträge von Luftschadstoffen, und gehören damit zu den sog. Bioindikatoren.
• stickstoffreicher Boden: (Nitrophyten) Große Brennnessel, Kletten-Labkraut, Kerbel, Melde, Vogelmiere, Kreuzkraut, scharfer Hahnenfuß
• stickstoffarmer Boden: Mauerpfeffer, Wilde Möhre, Hundskamille
• saurer Boden: Honiggras, Hundskamille, Kleiner Sauerampfer, Ackerminze
• alkalischer Boden: Luzerne, Leinkraut, Ackersenf, Vogelmiere, Ackerstiefmütterchen
• kalkhaltiger Boden: Hahnenfuß, Kuhschelle, Acker-Rittersporn
• feuchter Boden: Ampfer, Kohldistel, Wiesenschaumkraut, Trollblume
• Staunässe: Acker-Schachtelhalm, Mädesüß, Ackerminze, Huflattich
• Salzboden: (Halophyten), Queller
• Sandboden: Vogelmiere, Königskerze
• verdichteter Boden: Breitwegerich, kriechender Hahnenfuß, Gemeine Quecke, Gänsefingerkraut
• säurehaltiger Boden: Heidekraut, kleiner Sauerampfer
• schwermetallhaltiger Boden: Galmeiflora, Schwermetallrasen
• Lichtzeiger: Heidekraut, kanadische Goldrute

Zeigerwerte: Boden, Licht, Feuchte, pH-Wert, Stickstoffgehalt

Alle Werte bestimmen Interpretation von Zeigerwerten!

Der abiotische Umweltfaktor Boden
Wissen verdoppelt sich, wenn man es teilt.
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