3. Origami

Origami ist eine Jahrhundert, alte, japanische Kunst ohne Klebstoff, Schere der sonstige Hilfsmittel, aus Papier verschiedenste zwei- oder dreidimensionale Objekte zu falten. Origami kommt vom japanischen „oru“ was falten bedeutet und „kami“ was Papier bedeutet. Auch wenn Origami schon Jahrhunderte alt ist, ist das Wort selber relativ modern. Es wurde erst 1880 von einem Mann namens S. Konishi im Kindergarten eingeführt, früher wurden alternative Wörter verwendet.
Meistens wird dazu quadratisches Papier verwendet, bei aufwändigen, schwierigen Modellen werden auch mehrere Einzelteile gefaltet und dann zusammen gesteckt (Tangrami). Die fertigen Modelle werden oft als Dekoration in der eigenen Wohnung oder in öffentlichen Gebäuden genutzt.

3.1 Teilbereiche

-Klassisches Origami: Ein Papier, teilweise kleine Schnitte aber ohne sonstige Hilfsmittel.
-Modulares Origami: Wird auch Tangrami genannt, da mehrere Teile gefaltet werden und dann zusammengesetzt werden.
-Multipiece Origami: Hier werden mit verschiedenen, gefalteten Teilen Puppen oder ähnliche Objekte gefaltet. Dazu wird manchmal auch Klebstoff genutzt.
-Boxpleating: Wird diese Art von Origami genannt, das Papier in horizontalen oder senkrechten Linien entlang 45-Grad-Winkeln zu falten, welche irgendeine Richtung haben können. Dadurch kann man die verschiedensten Beine oder Arme ausformen.
-Iso Area: Das fertige Modell sieht von allen Seiten gleich aus.

-Pureland: Nur Berg- und Talfalten (die Grundfaltungen im Origami) dürfen verwendet werden.
-Tessellations: Flache Faltbilder mit sich wiederholenden Mustern.
-Wetfolding: Das Papier wird bei dieser Art von Origami leicht angefeuchtet um besser falten zu können. Manche verwenden man festes Papier wie Aquarellpapier, andere wiederum verwenden extrem dünnes Seidenpapier oder ähnliches Papier welches zuvor mit Methylcellulose (Tapetenkleister) behandelt wurde, um es formbarer zu machen.
-Kirigami: Wird das falten mit Einschnitten genannt.
-Crumpling: Beim Crumpling wird auf eine bestimmte Art gefaltet. Das Papier wird zuerst geknüllt und dann in die gewünschte Form gebracht. Diese Art eignet sich oft für das Falten von Blumen oder Ähnlichem.
Origami für Profis

4. Die Geschichte des Origami

4.1 Der Anfang


Schon früh, 100 v. Chr. wurde in China mit feinen Stoffen oder anderen Materialen gefaltet. Dies war bereits vor der Erfindung des Papiers. Mit dem Falten mit Papier wurde aber erst im Jahre 610 n. Chr. begonnen, als buddhistische chinesische Mönche das Papier in Japan verbreiteten.

4.2 Die Blütenzeit


Die erste Blütenzeit hatte Origami in der Muromachi-Zeit von 1333 bis 1568. Die zweite Blüte hatte Origami in der Edo-Zeit von 1603 bis 1868. Da Papier vorerst noch sehr teuer war wurde es den zeremoniellen Faltungen vorbehalten. Bei vielen traditionellen Festen waren Origami Figuren als Dekoration angebracht.
Bei den Faltungen wurden die Schritte mit Nadelstichen festgehalten

4.3 Von der Blütenzeit bis heute


Einer Legende nach, wird demjenigen, der 1000 Origami Kraniche faltet von den Göttern ein Wunsch erfüllt. Als in Hiroshima und Nagasaki von den Atombomben getroffen wurden, starben und erkrankten unzählige Menschen. Noch heute werden Kinder mit schweren Missbildungen geboren. Es gibt eine Geschichte die auf wahrer Begebenheit beruht, in welcher es sich um ein Mädchen namens Sadako Sasaki handelt welches mit zwei Jahren durch die Bombardierung an Leukämie erkrankte. In der Hoffnung ihre Krankheit abzuwenden faltete sie unaufhörlich Kraniche, leider vergebens. Seither stehen die Papierkraniche für Frieden und Hoffnung.
1914 fand der Engländer Charles Gibbes heraus, das Origami eine therapeutische Wirkung hat. Es werden, nach Erfahrungen, Kommunikation, Aufnahmefähigkeit und Gedächtnis gefördert. Seither wird Origami in japanischen Kindergärten unterrichtet.
Ausserdem soll Origami nützlich für den Geometrieunterricht sein. Durch die Faltungen und Figuren entdecken die Kinder spielerisch geometrische Formen und Winkel. Den Kinder fällt es leichter Geometrie zu erfahren und der Mathematikunterricht macht ihnen mehr Spass. Hierdurch werden Konzentration, Vorstellungsvermögen und das Selbstvertrauen gestärkt.

5. Entwicklung des Origami


5.1 Formen


Die Faltungen können im Gegensatz zu früher präziser ausgeführt werden und in einigen Techniken können Hilfsmittel angewendet werden. Dadurch können noch aufwändige und kompliziertere Modelle gefaltet werden.

6. Material

Wie schon erwähnt wurde früher erst mit dünnem Seide Stoff gefaltet, denn das Papier war damals noch sehr teuer.

Auch heute wird noch mit Stoff gefaltet, allerdings hat man hier das Bügeleinsen zur Hilfe.
Für die Modelle aus Papier gibt es heute sogar online Shops die quadratisches oder rechteckiges Papier in allen möglichen Farben und Mustern anbieten.
Theoretisch kann man mit allen Papierarten falten.

7. Sonstiges

Natürlich musste Origami irgendwie auch nach Europa kommen. Zurück zu führen ist das auf eine japanische Künstlergruppe welche um 1860 nach Europa kam. Sie brachten ein Modell des flatternden Vogels mit. Später erschienen Anleitungen in verschiedenen Zeitungen in ganz Europa.
Origami hat vor allem in Asien und Amerika ist Origami sehr beliebt.
Origami gibt es nicht nur in klein, sondern auch in sehr gross. Der Künstler Ray Bolt hat zusammen mit 4 weiteren Helfern, von welchen jeder ein Finger einer Hand darstellen sollte, einen lebensgrossen Elefant gefaltet. Das Papier war 78 qm gross.

P.S. Die Zahlen sind nicht richtig! (sollte natürlich mit 1 und nicht mit 3 beginnen)
Die Bilder konnte ich leider nicht kopiere, weiss nicht wieso.

Origami
Wissen verdoppelt sich, wenn man es teilt.
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