Begriffserklärung:


• bezeichnet Marxismus-Leninismus (manchmal auch Kommunismus im Allgemeinen)
• großes Gewicht auf die Revolution gelegt
• benannt nach den Bolschewiki, denen auch Lenin angehörte
• radikale Splittergruppe der SDAPR, seit 1903 gespalten

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Ursachen der revolutionären Bewegungen:


• Autokratie und Absolutismus des Zaren
• spätes Einsetzen der Industrialisierung
• erst 1861 Bauernbefreiung
• hatten Schulden, aber kein Geldàteilweise Stadtflucht
• Anwachsen des Arbeiterproletariats
• Bevölkerungsexplosion
• –>schlechte soziale SituationàStellen der sozialen Frage
• Bildungsbürger (niederer Adel, Intellektuelle) bilden reformistische Gruppierungen aus
• waren vertraut mit westlicher Ideologie von Demokratie od. Marxismus
• russisch-japanischer Krieg brachte viele Verluste in der Wirtschaft u. der Außenpolitik
• verschärfte innenpolitische Situation
• der Ruf nach Änderungen wurde laut, auch durch div. Gruppierungen, die nun ein gemeinsames Ziel bekamen

frühe Revolution von 1905-1907


• 22.Januar. am “Blutsonntag” zogen 150000 Menschen mit Bittschriften und untertänigen Forderungen zu Zaren
• wollten Reformen (Grundrechte, Verbesserung der sozialen Lage)
• Militär schoss ohne Grund in die Menge
• daraufhin kam es zu Streiks in großen Industriestädten (angeführt von revolutionären Gruppierungen)
• Bildung von Arbeiterräten (Sowjets) (auch durch die Bolschewiken)
• Meutereien der Marinesoldaten (aufgrund des Krieges)
• ab 1906 Bauernaufstände (Enteignungen und Vertreibung v. Großgrundbesitzern)
• Zar sieht sich zu Zugeständnis gezwungen (Oktobermanifest)àReichsgrundgesetze (Grundgesetze, Parlament)
• Sowjets und Bauernaufstände blutig niederschlagen (Militär blieb größtenteils kaisertreu)
• Revolutionäre wurden verbannt (Lenin), Uneinigkeit zw. den Gruppen ließ die Revolution verebben

• Scheinparlamentarismus: oktroyierte Reichsgrundgesetze schränkten die macht des Zaren kaum ein
Parlament (Duma) hatte kaum Macht, gegenüber Zar und seinem Reichsrat
Parlament setzte sich aufgrund von Zensuswahlrecht aus Konservativen zusammen
• vorherige Situation hatte sich kaum geändertàweiterhin Unzufriedenheit in Volksgruppen
• 1917 stürzte der 1. Weltkrieg Russland in eine neue Krise:
• Arbeiter wurden für die Armee eingezogen, fehlten als Arbeitskräfte
• wirtschaftl. Engpässe aufgrund der langandauernden, verlustreichen Materialschlacht
• Missernten und Hungernöte, Lebens- und Luxusgüter fehlen, Preisanstieg
• Bürger sehen den Zaren als Schuldigen ihrer Not

Februarrevolution 1917


• Demonstrationen gegen Hunger, Not, Krieg und den Zarismus selbst (8.März)
• Aufruf zum Generalstreik (9.März)
• Militär soll den Aufstand niederschlagen, schließen sich aber an (im Gegensatz zu 1905)
• es bildet sich ein neues, provisorisches Parlament (Duma), gleichzeitig Arbeiter- und
SoldatenräteàDoppelherrschaft
• Abdankung des Zaren à Ende der Autokratie
• Bauern vertreiben Großgrundbesitzeràschwarze UmverteilungàBauern desertierenàmilitärische Schwächung

• neue Regierung will erst den Krieg siegreich beenden und dann Reformen durchführen
• immer noch ist das Volk unzufrieden, sie wollen Reformen
• Deutsche ermöglichen Lenin, dem Führer, der radikalen Bolschewiki, die Rückkehr nach Russland
• Lenin stellt Aprilthesen auf:
• fordert Räterepublik (Sowjetrepublik)
• fordert Reformen
• fordert Ende des Krieges

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Oktoberrevolution


• erstarkte Bolschewiken übernehmen Sowjets während eines gesamtrussischen Kongresses
• durch Leo Trotzki, enger Freund Lenins und Leiter des Revolutionären Militärkomitees
• Bolschewiken besetzen Bahnhöfe, Elektrizitätswerke u.ä.
• verhaften die provisorische Regierung
• Lenin ruft die Sowjetrepublik aus
• Auszug der Nichtbolschewiken, später Ausschluss aller anderen Parteien
• Russland kampfunfähigàVertrag von Brest-LitowskàEnde des Krieges in Russland
• Verlust wichtiger Gebiete
• Diktatur der Partei der Bolschewikenàherrschen repressiv, eignen sich Land an
• Unzufriedenheit in Verschied. Teilen des Volkes
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Russischer Bürgerkrieg (1918-1921)


• zarentreue Offiziere bilden ‚Weiße Armee’ u die Bolschewiken zu bekämpfen
• aus ausländischen Truppenteilen (wollen Vormarsch des Bolschewismus verhindern)
• Demokraten, gemäßigten Sozialisten (wollten eigene Vorstellung der Republik verwirklichen)
• Konservative und unzufriedene Arbeiter
• zuerst erfolgreiche Gebietsgewinne
• ab Oktober 1919 begann die ‚Rote Armee’ unter Trotzki zurückzuschlagen
• 1921 wurde die ‚Weiße Armee’ endgültig geschlagenàEnde des Bürgerkrieges
o Weiße Armee zerfiel, da die Ziele innerhalb zu unterschiedlich waren

• während des Bürgerkrieges herrschte Kriegswirtschaft
• alle Produktionsmittel gehörten dem Staat
• Bauern hatten Ablieferungspflichtv • alles wurde für die Armee genutzt
• Partei wurde einziger Machtfaktor (Verbot von Parteien und Fraktionsbildung)
• eine Krise zeichnete sich ab (Hungersnot, Wirtschaftskrise)àÄnderungen des polit. Kurses
• 30.12.1921 Bildung der UdSSR

Bolschewismus in Russland (1)
Wissen verdoppelt sich, wenn man es teilt.
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