Verhalten bei Stress

Es ist schwierig mit Stress zu leben, aber es ist nicht im Bereich des möglichen ohne damit zu leben. Von morgens bis abends sind wir mit einer Unzahl von subtilen und nicht allzu subtilen internen und externen Stressfaktoren konfrontiert. Sogar während wir schlafen, können Lärm, Temperaturschwankungen und andere Aktivitäten Stress erzeugen.
Bei manchen Leuten führt der Stress zu scheinbar unerreichbaren Leistungen, dann wiederum für Andere bedeutet es eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für abnormales Verhalten und Krankheit. Stress selbst ist weder positiv noch negativ; es sind unsere Reaktionen darauf, die positiv oder negativ sind.
Ob es uns bewusst ist oder nicht, können unsere Reaktionen zum Stress zu Gewohnheiten führen, die entweder zu gesundheitsfördernden persönlichen Entwicklung führen oder zu weniger wünschenswerten Erscheinungen wie Migränen, Alkohol und Drogenkonsum, cardiovaskuläre Komplikationen, Asthma, gastrointestinale Probleme und Hypertension. Ausserdem kann Stress zu psychologischen und sozialen Problemen führen, wie z. B. disfunktionale Beziehungen.
Viele Dinge, die dazu beigetragen haben, jemanden so zu machen, wie er ist, haben auch die Art, wie er auf Stress reagiert beeinflusst. Stressreaktionen, wie Schweissausbrüche vor einem wichtigen Ereignis, Nervosität im Umgang mit unbekannten Leuten etc. sind alles Nebenprodukte von vergangenen Erfahrungen. Die Familie, Freunde, Umweltseinflüsse, Gesundheitsstand, Persönlichkeit beeinflussen die Art, wie wir in manchen Situationen reagieren.
Eine gewisse Dosis an Stress kann das Leben interessanter und weniger langweilig machen (Eustress). Zu viel Stress jedoch kann schädlich sein und Krankheiten oder Unfälle verursachen. Es ist wichtig, Stresssymptome erkennen zu können um wenn nötig Schritte gegen schädlichen Stress (Distress) unternehmen zu können.
Unter Stressreaktionen werden alle Prozesse zusammengefasst, die bei einer betroffenen Person als Antwort auf einen Stressor in Gang gesetzt werden.
Man trifft grundlegend die Unterscheidung auf zwei Ebenen:

1. behaviorale Stressreaktionen(von außen beobachtbare Stressreaktionen)

2. kognitiv-emotionale Stressreaktionen(von außen nicht sichtbar)

Behavorial:

– hastiges und ungeduldiges Verhalten, z.B Essen schlingen, Pausen verkürzen oder ausfallen lassen, schnell sprechen und andere unterbrechen

– Betäubungsverhalten : mehr rauchen, Alkohol trinken,Beruhigungsmittel oder Aufputschmittel einnehmen

– unkoordiniertes Arbeitsverhalten:mehrere Dinge gleichzeitig tun, in Arbeit stürzen,mangelnde Planung und Ordnung

– konfliktreicher Umgang mit anderen Menschen,anderen Vorwürfe machen, aggressives Verhalten nahestehender Personen gegenüber

Kognitiv-emotional:

Mit dem Begriff der kognitiv-emotionalen Stressreaktionen wird das „verdeckte“ Verhalten bei Stress erfasst. Es beschreibt alle intrapsychischen Vorgänge und ist somit für Außenstehende nicht sichtbar.
Damit sind Gedanken und Gefühle gemeint, die beim Betroffenen in einer Stresssituation durch Stressoren ausgelöst werden.
Beispiel hierzu sind:

– Gefühle der inneren Unruhe

– Gefühle der Unzufriedenheit und des Ärgers

– Angst zu versagen

– Leere im Kopf

– Gefühl der Hilflosigkeit

– Kreisende, grüblerische Gedanken

Unter Stress klammern sich viele Menschen an gewohnte und bewährte Verhaltensweisen. Das kann dazu führen, dass sie nicht adäquat auf die Situation reagieren. Manchen gelinge es, sehr aktiv auf Stresssituationen zuzugehen, Grenzen auszuloten und auch neue, ungewohnte Verhaltensweisen auszuprobieren. Zu viel Angst und Suche nach Kontrolle führten hingegen dazu, dass man Stresssituationen schon im Voraus umgeht, wodurch eine Reihe von Wahlmöglichkeiten blockiert wird. Das kann langfristig zu negativen Gefühlen führen.Ständiges passives Verhalten bei Stress kann das Wohlbefinden einschränken.

Verhalten bei Stress-Referat BIO
Wissen verdoppelt sich, wenn man es teilt.
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