Die Kurzgeschichte „Und in Arizona geht die Sonne auf“, verfasst von Sibylle Berg im Jahr 2000 und veröffentlicht im Magazin ZEIT Punkte. Der Text handelt von einem Mann, der sich von seiner Familie nicht verstanden fühlt und nur beim Autofahren dem Alltag beim Ausleben seiner Fantasien entfliehen kann.
Der Text beginnt mit der Beschreibung der Stimmung am Frühstückstisch in einer Familie und einer kurzen Fantasie. Die Szene hört sich ziemlich alltäglich für diese Familie an. Der Mann sitzt am Tisch in einem Anzug und fühlt sich sichtlich unwohl physisch und psychisch, dies kann man an dem Satz „Sie geben ihm das Gefühl, etwas Störendes zu sein, zu laut, zu derb, nicht schön.“ (Z. 18) besonders erkennen. Aus dem Paragraph geht heraus, dass der Mann in der Familie stört, so seine Empfindung.
Der zweite Teil zeigt auf in welcher Weise er vermeintlich stört: Er hinterlässt Dreck und wird in seiner gesamten Art nicht verstanden, vor allem mit der Tatsache, dass er glücklich ist Sport zu schauen und an die Decke zu starren.
Im nächsten Abschnitt wird beschrieben wie seine Fantasien Realität werden. Er geht zum Auto und fühlt wie es mit ihm spricht: „Er steigt ein, nimmt Platz, das Auto begrüßt ihn: Hey, umziehen!“ (Z.36)
Im vierten Abschnitt, lebt der Hauptcharakter seine Fantasien völlig aus. Er stellt sich vor ein Cowboy zu sein und auf einem Pferd durch Arizona zu reiten. Er spürt die Freiheit vom Alltag und die Macht, die er plötzlich wieder über seine Kindheitsträume hat. Die Sätze „Vergessen mit jedem Kilometer die Weiber, die Kunstbücher, die Ringe vom Bierglas, das ist sein Wagen und wenn er da Bier reinstellt, ist es seine Sache. Da hat ihm keiner dreinzureden“ (Z.52) drücken diese Gefühle, die der Protagonist verspürt ziemlich genau aus.
Im darauffolgenden Abschnitt beschreibt die Autorin, wie überlegen, mächtig und männlich er sich in diesem Moment fühlt, weil er die anderen Männer mit seinem Auto überholt. Er empfindet, dass sein Auto allein mit seiner Kraft zu einem Formel-1 Geschoss wird.
Der letzte Abschnitt, der sich über eine halbe Seite zieht, beschreibt wortwörtlich wie seine Sorgen mehr und mehr verschwinden. Außerdem regt er sich, auf welche Art das Leben ihn mehrmals betrogen hat, allein mit seiner Familie. Es wird beschrieben wie er mit seiner Familie und Ehefrau nicht er selbst ist.
Der Hauptcharakter, der detailliert beschrieben ist, ist der Mann, dessen Namen auch nicht genannt wird. Die Nebencharaktere, die auch nur kurz erwähnt werden sind seine Frau und seine Tochter. Im großen und ganzen wird die Beziehung zwischen den Personen eher irritierend dargestellt und das es präzise Stellungen gibt: Die Tochter mit Mutter gegen den Mann. Jedenfalls ist es das, wie der Mann es empfindet.
Die Erzähltechnik, die im Text verwendet wird ist eine personale Erzählung in der Er/Sie Erzählung. Die Zeit die erzählt wird zieht sich nur über einen Morgen.
Die Sprache, die im Text verwendet wird ist eher umgangssprachlich und einfach geschrieben. Der Autor benutzt oft Parataxen, und längere Hauptsatzstrukturen.
Im Text werden nicht viele Rhetorische Mittel verwendet. Das am häufigsten verwendete Rhetorische Mittel ist die Ellipse. Sie kommt mehrfach im Text vor. Zum Beispiel „Er stört. Überall.“ (Z. 20). Dadurch, dass der Satz nicht beendet ist, hat es eine zerstreute Wirkung auf den Leser. Das häufige Benutzen der Ellipse verdeutlicht die zerstreuten Gedanken des Hauptcharakters.
Ein weiteres Rhetorisches Mittel ist die Klimax sie wird einmal im Text verwendet. „Gefärbt, betrogen, ausgelacht.“ (Z.84). Die Klimax drückt aus, wie betrogen sich der Hauptcharakter vom Leben fühlt.
Die Intention des Autors ist es, meiner Meinung nach, den Stereotypen, dass Männer nur Sport schauen und Bier trinken und damit glücklich sind, in eine reelle Geschichte umzusetzen. Außerdem verbindet der Autor diesen Stereotyp mit einer realistischen Situation, das Problem, welches auftaucht, weil die andere Hälfte der Familie nicht verstehen kann, wieso der Hauptcharakter mit so wenig glücklich sein kann. Dieses Verhalten der Familie zeigt auf wie unglücklich es den Hauptcharakter macht und er sich daraufhin nicht verstanden und ausgestoßen fühlt. Der Autor will auf eine ironische amüsante Weise dieses Thema ansprechen.
Der Text „Und in Arizona geht die Sonne auf“ zeigt viele verschiedene Probleme im Thema „Beziehungen“ auf. Vor allem das Problem ,dass die Tochter und Frau im Text nicht verstehen wie wenig ihr Vater/ Ehemann braucht um glücklich zu sein.
Ich finde der Text kommt seiner Intention ziemlich nahe, die Situation amüsant und gleichzeitig auf das Problem aufmerksam zu machen. Das Thema, welches der Text anspricht ist ziemlich realistisch und immer noch aktuell, obwohl der Text schon im Jahr 2000 geschrieben wurde. Ich könnte mir vorstellen, dass es die beschriebene Situation oft in Haushalten gibt, vor allem das Kind im Mann was im Text auch ziemlich detailliert beschrieben wird. Dies kann man noch oft genug im Familien oder Verwandtenkreis feststellen.

Analyse: Und in Arizona geht die Sonne auf
Wissen verdoppelt sich, wenn man es teilt.
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