Gliederung:


– Werner von Siemens
– Johann Georg Halske
– Siemens
– AEG

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Werner von Siemens


– * 13. 12. 1816 in Lenthe bei Hannover (4. von 14 Kindern; ältester Sohn)
– deutscher Erfinder und Unternehmer; Begründer der Elektrotechnik
– Vater: Christian Ferdinand Siemens 1940
– Mutter: Eleonore Henriette Deichmann 1939
– Bildung:
o zunächst von Großmutter und Vater unterrichtet
o 1 Jahr auf Bürgerschule in Schönberg
o 3 Jahre Unterricht bei Hauslehrer
o 3 Jahre Katharineum zu Lübeck
o 1834 Abbruch des Gymnasiums ohne Abschluss
o kein Geld für Studium
o 1835-1838 militärische Ausbildung und nebenbei Ausbildung in Naturwissenschaften
–> Leutnant
– in Garnison Wittenberg zu 5 Jahren Festungshaft verurteilt, wegen Sekundieren bei einem Duell
– während Haft Verfahren zur elektrischen Galvanisierung entwickelt
– frühzeitig begnadigt
– zur Artilleriewerkstatt nach Berlin versetzt
– blieb bis 1849 beim Militär und verdiente Geld mit kleineren Erfindungen
o neuer Regler für Druckmaschine
o Presse für Herstellung von Kunststein
o Druckverfahren
– nach Erfindung des Zeigertelegrafen 1847 Gründung der „Telegraphen-Bauanstalt von Siemens und Halske“ mit Johann Georg Halske => Firma
– 1852 heiratet Mathilde Drumann
o 2 Söhne und 2 Töchter
– 1860 Ehrendoktor d. Philosophischen Fakultät d. Uni Berlin
– 1869 zweite Ehe mit entfernter Cousine Antonie Siemens
o 1 Sohn (Carl-Friedrich)
– 1873 Aufnahme a. d. Königlich Preußische Akademie der Wissenschaften zu Berlin
– 1880 wurde er zum Geheimen Regierungsrat
– 1886 Ritter im Orden „Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste“
– 17. 2. 1887 S. kauft Gut Biesdorf + Schloss
– 1888 Friedrich III. erhebt S. in Adelsstand
– 1890 offiziell aus dem Geschäft
– 1892 an Lungenentzündung gestorben
– 6. 12. 1892 in Berlin

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Johann Georg Halske


– * 30. 7. 1814 in Hamburg
– Vater: Johann Heinrich Halske
– Bildung:
o 1825 – 1828 Gymnasium zum Grauen Kloster (Berlin)
o Lehre Maschinenbauer
o Lehre Präzisionsmechaniker
– 1846 stellte Siemens sich mit Zeigertelegraph vor
– 1846 Henriette Friederike Schmidt geheiratet
o 2 Söhne u. Töchter
– 1847 Gründung der „Telegraphen-Bauanstalt von Siemens und Halske“ mit Siemens
– 1867 Austritt aus der Firma; Freundschaft mit Siemens
o Meinungsverschiedenheit mit Brüdern (Tochtergesellschaften)
– Berliner Stadtrat und Aufbau des Kunstgewerbemuseum
– 18. 3. 1890 in Berlin

Siemens AG


Unternehmensgründung und erste Expansion

– 1846 Zeigertelegraphen – Grundstein d. Gründung
– unter dem Namen „Telegraphen-Bauanstalt von Siemens und Halske“ am 01. 10. 1847 von Werner Siemens und Johann Georg Halske gegründet
– 1847 Entwickelung der Guttaperchapresse
o nahtlose Kabelisolierung, wichtig f. moderne Nachrichtentechnik
– 1848 Staatlicher Auftrag: Telegraphenlinie Berlin – Frankfurt/Main
→ erster Erfolg
– 1850 Auftragsflaute in Dtl. Aufträge in Russland u England
– 1853 Bau eines Russ. Telegraphennetzes (Wartungsvertrag)
→ 1855 Zweigstelle in St. Petersburg (Leitung: Bruder Carl Siemens)
– 1858 Gründung von „Siemens, Halske & Co.“ (Charles Williams Siemens)
o 1865 als „Siemens Brothers“ firmiert
o 1863 1. Siemens Kabelwerk in Woolwich
o Herstellung und Legung v Seekabeln

Unternehmenspolitik und internationale Projekte
– Entdeckung d Dynamoelektrischen Prinzips
o Erkenntnis d. wirtschaftl. Bedeutung
o 1867 patentiert, international vorgestellt
– Ende 1870 Starkstrom
o 1879 1. elektrische Eisenbahn auf d. Berliner Gewerbeausstellung
o 1879 1. elektrische Straßenbeleuchtung in Berlin
o 1880 1. elektrischer Aufzug in Mannheim
o 1881 1. elektrische Straßenbahn in Berlin-Lichterfelde
– 1866 Bau: Telegraphenlinie London – Kalkutta
– Seekabel zw. Europa & Amerika (m. Kabelschiff Faraday)
– 1870er Handelsvertreter für alle wichtigen Märkte
– W. Siemens engagierte sich für soziale Projekte
o Inventurprämie (Erfolgbeteiligung f. Lohnarbeiter)
o 1872 Pension-, Witwen- und Waisenkasse
o 1873 9-Stunden-Arbeitstag
o 1891 8,5-Stunden-Arbeitstag
o 1891 Gewerbliche Lehrlingsausbildung
o 1893 Fortbildung Betriebsangehöriger
– 1879 Niederlassung in Wien
– 1892 Gesellschaft in Amerika wieder gelöscht

Die zweite Unternehmergeneration
– 1892 Rückzug von Werner v. Siemens
o Söhne & Onkel Carl
– 1897 Aktiengesellschaft
– 1903 Siemens & Halske + Schuckert = Siemens-Schuckert GmbH
o neue Aufgabenbereiche → alle Gebiete d. Elektrotechnik (Ziel)
– 1903 m. AEG: Gesellschaft drahtlose Telegraphie System Telefunken (Funkwesen)
– 1896 1. Unterpflasterbahn
– 1909 1. Großstadt-Fernsprechamt m Selbstwählbetrieb 2500 Anschlüsse München-Schwabing
– WWI Marktzusammenbruch
o Enteignung vieler Tochtergesellschaften

AEG


– direkte Konkurrenz zur Siemens AG
– Begründer Emil Rathenau erwarb 1883 Patente an Edisons Glühlampe
– ursprünglich Studiengesellschaft
– dann erweitert zur „Deutschen Edison-Gesellschaft für angewandt Elektricität“
– bis 1889 Oskar von Miller (Gründer des Deutschen Museums) Direktor
– 1887 Michail von Dolivo-Dobrowolsky engagiert; erfand ersten funktionsfähigen Drehstrommotor
– 1887 Umstrukturierung, Erweiterung der Produktion und Namensänderung in „Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft“ (AEG)
– 1891 erste Übertragung von Drehstrom über längere Strecke (175km)
→ Beginn der allgemeinen Elektrifizierung mit Wechselstrom in Dtl.
– 1899 Beginn der Produktion von Nernstlampen
– 1903 gemeinsame Gesellschaft mit Siemens wegen Streit um Patente (Gesellschaft für drahtlose Telegraphie System Telefunken)
– 1903 Geschwindigkeitsweltrekord für Schienenfahrzeuge (210,2 km/h)
– 1904 Fusion mit Union-Elektricitäts-Gesellschaft
– 1910 Einstieg in Flugzeugbau
Elektroindustrie im 19. Jhd.
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