Referat über das Das Wartburg- und das Hambacher Fest:

Ablauf:


1. Vorgeschichte des Wartburgfestes
2. Das Wartburgfest
3. Folgen und Bedeutung des Wartburgfestes
4. Vorgeschichte des Hambacher Festes
5. Das Hambacher Fest
6. Folgen und Bedeutung des Hambacher Festes

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Vorgeschichte des Wartburgfestes


  • viele deutsche Patrioten hatten gehofft, dass sich aus dem gemeinsamen Krieg gegen Napoleon eine Einigung, wenigstens ein fester Bund deutscher Staaten, ergeben würde
  • aber Antwort auf die “deutsche Frage”, die Wiener Kongress gab – die Gründung des “Deutschen Bundes” – war unbefriedigend
  • war auch eigentlich Antwort Metternichs, der in dem “Deutschen Bund” von 1815 seine Vorstellungen verwirklichte: Sicherung der Großmachtstellung Österreichs in einem lockeren Bund unabhängiger Staaten
  • Klemens Fürst von Metternich war gebürtiger Rheinländer und wurde in Wien zum Virtuosen der Diplomatie
  • es gelang ihm, eine Koalition gegen Napoleon zustande zu bringen, die Europa vor dem französischen Eroberer befreite
  • auf Wiener Kongress war Metternich auf Höhe seiner Macht
  • er schuf die Grundlagen für ein neues Europa und sicherte ihm für Jahrzehnte den äußeren Frieden
  • aber für deutsche Staaten war Weg zum einheitlichen Nationalstaat durch Deutschen Bund selbst verbaut
  • für deutsche Patrioten, allen voran akademische Jugend, gab es nun ein bitteres Erwachen
  • leidenschaftlich hatten sie für Befreiung gekämpft und ihre eigenen Kräfte dabei entdeckt
  • Deutschen, die die Lasten der Freiheitskriege getragen hatten, fühlten sich um ihren Einsatz betrogen
  • Enttäuschung drängte viele in Resignation, zur Abkehr vom politischen Engagement
  • man zog sich in private Idylle zurück
  • aber politischen Unruhen blieben
  • war die Stunde der studentischen Jugend, die nicht daran dachte, sich brav und folgsam vom Schlachtfeld in die stillen Studierstuben zurückzuziehen
  • sie wurden nun zum Bannerträger des nationalen Gedankens in Deutschland
  • akademische Opposition formierte sich in Universitätsstadt Jena
  • schon im Juni des Jahres 1815, kurz nach dem Ende des Wiener Kongresses, schlossen sich hier Studenten zur ersten Burschenschaft zusammen
  • ihr Wahlspruch lautete: “Ehre, Freiheit, Vaterland.”
  • ihre Farben – Schwarz, Rot, Gold – übernahmen sie vom Lützowschen Freicorps, das schwarze Uniformen mit roten Biesen und goldenen Knöpfen getragen hatte
  • sie galten zugleich als Farben des alten Kaiserreiches, welches 1806 so sang- und klanglos untergegangen war

Das Wartburgfest


  • auf die Wartburg bei Eisenach, wo Luther das Neue Testament ins Deutsche übersetzt hatte, luden die Jenenser Burschenschaften im Oktober 1817 Studenten aller deutschen Universitäten zu einer ersten großen öffentlichen Zusammenkunft ein
  • Anlass: gemeinsam wollte man des 300 – jährigen Jubiläums von Luthers Thesenanschlag und der 4 – jährigen Wiederkehr der Völkerschlacht bei Leipzig gedenken
  • mehr als 500 Delegierte der Universitäten – das waren ca. 3 % der deutschen Studentenschaft – zogen am Morgen hinauf zur Wartburg
  • patriotische Reden heizten Stimmung an
  • ein Kriegsveteran und Theologiestudent sprach aus, was alle dachten: “Das deutsche Volk hatte schöne Hoffnungen gefaßt. Sie sind alle vereitelt. Alles ist anders gekommen, als wir erwartet haben. Viel Großes und Herrliches … ist unterblieben. Mit manchen heiligen und edlen Gefühl ist Spott und Hohn getrieben worden. Über solchen Ausgang sind viele wackere Männer kleinmütig geworden, meine, es sei eben nichts mit der vielgepriesenen Herrlichkeit des deutschen Volkes, und ziehen sich zurück vom öffentlichen Leben, das uns so schön zu erblühen versprach. Nun frage ich Euch, die Ihr hier versammelt seid, ob Ihr solcher Gesinnung bestimmt? Nein! Nun und nimmermehr!”
  • am Abend wurden Siegesfeuer in Erinnerung an die Leipziger Schlacht entzündet und eine Gruppe Studenten warf reaktionäre Schriften, einen Soldatenzopf und andere Gegenstände, die Rückständigkeit und den überwundenen Geist des Absolutismus verkörperten, in Flammen
  • in Windeseile verbreitete sich Nachricht von dieser symbolischen Aktion durch Zeitungen in ganz Deutschland

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Folgen und Bedeutung des Wartburgfestes

  • Regierenden waren alarmiert, besonders Klemens Fürst von Metternich, nun Leiter des deutschen Politik im Bundestag
  • Misstrauen der restaurativen Kräfte, gegen alle liberalen und nationalen war geweckt
  • man meinte zu wissen, aus welcher Ecke Gefahr drohte
  • ersten Polizeimaßnahmen gegen Patrioten setzten ein
  • Bündnis zwischen Volk und Obrigkeit aus den Tagen des Freiheitskriege wurde aufgekündigt
  • aber studentischen Bewegung war nicht einzuschüchtern
  • ein Jahr nach Wartburgfest schlossen sich Burschenschaften der einzelnen Universitäten in Jena zu einer “Allgemeinen Deutschen Burschenschaft” zusammen
  • Studenten hatten somit für sich die Einheit Deutschlands vollzogen
  • diese sollte für das ganze deutsche Volk Ermutigung und Ansporn sein
  • politisch wollte die Mehrheit der Studenten einen maßvollen Kurs ansteuern, um den Fürsten möglichst wenig Anlass zum Eingreifen zu bieten
  • jedoch kam es zu einem verhängnisvollen politischen Mord:
  • radikale Burschenschaftler Karl Ludwig Sand meldete sich am 23. März 1819 bei konservativen Schriftsteller und russischen Staatsrat August von Kotzebue zu Besuch an und erstach ihn mit einem Dolch
  • Grund: Kotzebue, ein mittelmäßiger Lustspieldichter, hatte sich über nationale Begeisterung der studentischen Jugend lustig gemacht
  • nach dem Mord versuchte Sand, sich mit gleichen Dolch ebenfalls umzubringen
  • Sand überlebte jedoch und wurde “ihm zur gerechten Strafe, anderen zum abschreckendem Beispiel”, wie es in dem Urteil hieß, öffentlich enthauptet
  • aber viele standen au Seite des Mörders, nicht des Opfers
  • Schaden für Ansehen der Burschenschaften war unübersehbar
  • hinter Tat eines Einzelgängers befürchtete Regierung eine groß angelegte Verschwörung, welche es gar nicht gab, und Burschenschaften erschienen nun als Brutstätte gefährlicher Umtriebe
  • Fürst Metternich hatte endlich einen Vorwand und er griff durch
  • So umriss er seine Absicht: “Ich hoffe die deutsche Revolution mit Gottes Hilfe zu schlagen, wie ich den Eroberer der Welt besiegt habe.”
  • im August 1819 einigten sich Vertreter Preußens und acht weiterer Staaten des deutschen Bundes auf Maßnahmen, die Metternich ausgearbeitet hatte: die Karlsbader Beschlüsse
  • am härtesten waren von den Karlsbader Beschlüssen Studenten betroffen: einige von ihnen wurden verhaftet, verhört und gefoltert, am 20. September verabschiedete der Bundestag Verbot der Burschenschaften und Universitäten erhielten Kuratoren, welche im Auftrag des Landesherren Studenten und Professoren überwachen sollten
  • alle angeblich umstürzlerisch tätigen Lehrer wurden entlassen
  • aus dem Katalog der “Maßregeln gegen die Universitäten” heißt es unter § 2: “Die Bundesregierungen verpflichten sich gegeneinander, Universitäts- und andere öffentliche Lehrer, die durch erweisliche Abweichung von ihrer Pflicht oder Überschreitung der Grenzen ihres Berufes, durch Mißbrauch ihres rechtmäßigen Einflusses auf die Gemüter der Jugend, durch Verbreitung verderblicher, der öffentlichen Ordnung und Ruhe feindseliger oder die Grundlagen der bestehenden Staatseinrichtungen untergrabender Lehren ihre Unfähigkeit zur Verwaltung des ihren anvertrauten wichtigen Amtes unverkennbar an den Tag gelegt haben, von den Universitäten und sonstigen Lehranstalten zu entfernen…”
  • eine Vorzensur für Bücher, Druckschriften und Zeitungen wurde eingeführt
  • eine “Zentraluntersuchungskommission” sollte “revolutionäre Umtriebe” aufdecken
  • Metternich konnte zufrieden sein, da Beschlüsse überall eifrig befolgt wurden
  • sie sollten bis 1848 in Kraft bleiben, haben ihre verheerende Wirkung für das politische Klima aber vor allem in den ersten 10 Jahren nach ihrer Verkündung ausgeübt
  • nun hatte die Geheimpolizei ihre Ohren überall
  • sie machte regelrecht Jagd auf Studenten und kritische Nationalisten
  • Spitzeleien vergifteten Atmosphäre
  • lebenslängliche Festungsstrafen waren an der Tagesordnung
  • selbst die Teilnahme an Veranstaltungen der verbotenen Burschenschaften bedeutete jahrelange Freiheitsstrafe
  • viele der besten Leute wanderten nach Amerika aus
  • in Preußen wurden die Bestimmungen gegen Umsturz und Verschwörung sehr eifrig befolgt, sodass selbst Metternich das Vorgehen als “allzu schneidig” empfand
  • Preußen verscherzte sich damit nicht nur Sympathien, die es durch seine fortschrittlichen Reformen und sein Verhalten in Freiheitskriegen in Deutschland genoss, es wurde zudem zum Inbegriff von starren Bürokratie, Militarismus, Unfreiheit und Engstirnigkeit
  • Metternich hatte seine Politik auf der ganzen Linie durchgesetzt
  • Hoffnungen auf größere Freiheit und nationale Einheit sollten im Keim ersticken
  • in Europa herrschte zwar Frieden, gewiss auch ein Verdienst des “Systems Metternichs”, aber in Deutschland Friedhofsruhe, wie viele Patrioten meinten
  • doch freiheitlichen Ideen schwelten weiter unter Oberfläche und brachen immer wieder hervor
  • es entstand nun Versuch, Ziele auf legalem Wege zu erreichen
  • Forderungen nach Repräsentativverfassungen in deutschen Einzelstaaten wurden laut
  • es bildete sich eine Opposition zu restaurativen Kräften
  • Ziele: Mitwirkung des Bürgers an politischen Entscheidungsprozessen, Meinungs-, Presse- und Versammlungsfreiheit, Orientierung an konstitutionellen Monarchien in Frankreich und England
  • indes hatte Zeit auch ein ganz anderes Gesicht, ein liebenswertes, heiteres, den kleinen Freuden des Lebens in häuslicher Geborgenheit zugewandtes Gesicht
  • zahlreiche Maler wie Carl Spitzweg und Moritz von Schwind haben es uns in vielen Alltagsszenen festgehalten – als Erinnerung an eine “gute, alte Zeit”, die so gut gar nicht war, wie wir gesehen haben und aber auch nicht so schlecht, wir die verbitterten Patrioten von damals glaubten und die wir heute das “Biedermeier” nennen

Vorgeschichte des Hambacher Festes

  • Juli 1830: alles, was in Deutschland auf mehr Freiheit und mehr Mitbestimmung hoffte, blickte gebannt nach Frankreich, denn wieder ging von Frankreich eine Revolutionswelle aus, die erste, die die sorgsam gebaute und gehütete europäische Ordnung seit den Wiener Kongresstagen in Erschütterung versetzte
  • nach Sturz Napoleons war in Frankreich das alte Königsgeschlecht der Bourbonen wieder an die Macht gekommen
  • König Karl X. von Frankreich dachte völlig absolutistisch, hatte konstitutionelle Verfassung immer weiter eingeschränkt und Pressefreiheit aufgehoben
  • es entlud sich angestaute Unmut der Franzosen
  • die Revolution brach aus
  • König floh nach England
  • liberale Bürgertum erhob Louis Philippe, einen Verwandten des Königshauses, zum König
  • er gab sich als “Bürgerkönig”, unterstrich seine Volksverbundenheit durch Tragen bürgerlicher Kleidung und regierte auf Boden einer konstitutionellen Verfassung
  • in Deutschland reagierte man auf Ereignisse den Umständen entsprechend:
  • zu einer gesamtdeutschen Erhebung fehlte Zusammenhalt, ebenso wie “revolutionäre Wille”
  • aber liberale Minderheit in Einzelstaaten fühlte sich zu revolutionären Aktionen ermutigt
  • in einigen Staaten wurden neue Verfassungen eingeführt
  • viel tief greifender als die einzelnen Fortschritte in Verfassungsbewegung aber war allgemeine Stimmungsumschwung nach dem Jahre 1830, der überall in Deutschland spürbar wurde
  • Unruhe wuchs, liberale Zeitungen und kritische Journalisten heizten Stimmung an

Das Hambacher Fest

  • vom 27. bis 30. Mai des Jahres 1832 versammelten sich fast 30.000 Menschen aller gesellschaftlichen Schichten, aber nicht nur Deutsche, sondern auch französische Demokraten und polnische Flüchtlinge, auf dem Hambacher Schloss bei Neustadt an der Haardt in der Pfalz Im bayrischen Rheinkreis, soweit ich ihn durchreiste, mit Ausnahme Landhaus, waren in Städten und Dörfern Freiheitsbäume errichtet, grüne Tannen mit Bändern, und schon in Zabern bot mir ein Buchbinder eine Trikolor- Kokarde von Schwarz- Rot- Gold an, die ich ansteckte. Überall war Spektakel, alle wollten nach Hambach. An der Wirtstafel in Landau saßen Franzosen, Württemberger und Bayern zusammen, Bürger, Militärs, Studenten, und man sang das Marseiller und andere Lieder…

    (Gustav Friedrich Wilhelm Ewald Cornelius, vormaliger Redakteur des „Konstitutionellen Deutschland“ in Strasbourg, Juni 1832)

  • es sollte Gedenkfeier zum Jahrestag der bayerischen Verfassung von 1818 werden – für die damalige Zeit eine ungeheuere Massenveranstaltung von Studenten und Kleinbürgern, Handwerkern und Bauern
  • aus Volksfest wurde eine politische Demonstration
  • in schwungvollen Reden wurde ein “einiges deutsches Vaterland” gefordert Abends waren die Abgesandten alle im Schießhaus in Neustadt zusammen. Hier überbrachte ich als zweiter Redner (nach Lucien Rey) die Grüße und Wünsche des liberalen Clubs für Niederschlesien zu Deutschlands Wiedergeburt. Als ich geendet, kam Siebenpfeiffer auf mich zu und heftete mir die deutsche Kokarde auf die Brust. Grosse hat noch einmal feurig gesprochen! Bei seinem Hoch auf Deutschland hat er aber so stark mit dem Hut und der Tabakpfeife geschwenkt, daß der Stuhl, auf dem er stand, mit Gepolter zusammenbrach. Soll das ein Omen sein?
    Hoch Deutschland!

    (Carl Adolf Tschirner aus Bunzlau, Tagebuchaufzeichnungen, 1832)

  • berühmte Redner waren z.B. der Publizist Philipp Jakob Siebenpfeiffer und der Redakteur Johann Georg August Wirth
  • diese beiden hatten bereits im Jahr zuvor revolutionäre Schriften veröffentlicht
  • einige verlangten Beseitigung der Fürsten, auch Stimmern zur sozialen Not und zur Unterdrückung der Arbeiter wurden laut

    Freiheitslied
    Wer nur für Freiheit glüht,
    Nicht auf den Vorteil sieht,
    Der steht an seinem Ort,
    Freiheit das Losungswort
    Aristokraten
    Können nicht schaden,
    werden gebraten;
    Fürsten und Grafen
    werden gehenkt.
    Vivat dem braven Mann,
    Der von sich sagen kann:
    Mich reizt die Hofgunst nicht,
    Treu ist erfüllt die Pflicht.
    Aristokraten…
    Der Mann, den jeder ehrt,
    Ist unsrer Freundschaft wert;
    Dem der für Freiheit wacht,
    Sei dieses Glas gebracht.
    Aristokraten…


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Folgen und Bedeutung des Hambacher Festes

  • zu einer unmittelbar revolutionären Handlung konnten sich Teilnehmer des Hambacher Festes nicht entschließen
  • man hoffte, dass diese große Willenskundgebung des Volkes für sich spräche und ihre Wirkung nicht verfehlen würde
  • Folgen des Hambacher Festes aber waren ganz anders:
  • Metternich sah in Hambacher Demonstration den sicheren Beweis, dass die “Pest der Revolution” sich von Neuem in Deutschland auszubreiten begann
  • er alarmierte Deutschen Bund, der mit scharfen Gegenmaßnahmen reagierte:
  • Politische Vereine und Volksversammlungen, sowie die meisten Oppositionsblätter wurden verboten, die Zensur verschärft, die Überwachung Verdächtiger, z.B. Oppositioneller, und die Auslieferung politischer Flüchtlinge, wenn nötig mit militärischer Hilfe, angekündigt
  • Bundestage beschnitten Rechte der Landtage und damit auch deren Verfassungen
  • im Jahr darauf stürmte kleine Gruppe von Studenten und Handwerkern Polizeiwachen in Frankfurt (M)
  • Putsch scheitert und es kommt zu einer neuen Verhaftungswelle
  • Farben Schwarz, Rot, Gold werden verboten
  • die Überwachungsmethoden ließen Tausende flüchten
  • Hunderte landeten in Gefängnissen, weil sie für die Freiheit demonstriert hatten

  • im Hambacher Fest erkennen wir rückblickend den organisatorischen Höhepunkt der demokratischen Volksbewegung zu Beginn der dreißiger Jahre des 19.Jh.
  • damit begann sich eine antifeudale Opposition zu einer politischen Bewegung im nationalen Rahmen zu formieren
  • zum ersten Mal erhielten hier die kleinbürgerlichen Demokraten eine Massenbasis und sie forderten Sturz der Adelsmacht
  • das Hambacher Fest war zugleich erste große internationale Kundgebung in deutschen Geschichte

Jacob Venedey:
Die Jahresfeyer
DES HAMBACHER FESTES

Am klaren Himmel stand die Maiensonne,
Und sah herab auf unsern Bund;
Da ging mit hoher Freyheitswonne
Ein fester Schwur von Mund zu Mund:

“Die Sense sey des Freyen Speer,
Trotz Saebel und Bley,
Zum Kampfe schwingt die blanke Wehr
Und Deutschland ist drey,
Denn Freyheit, Deutschland ist das Losungswort!”

Auf der Ruine eines Schlosses,
Die erste deutsche Fahne stand,
Sie weht beym Sturz des Knechtenrosses,
Auf jedem Schloss im Vaterland:

Die Sense sey …

Das deutsche Volk liegt schwer in Ketten,
In Fesseln liegt das Wort, die That;
Nur Todesmuth kann Deutschland retten,
Wie er’s so oft gerettet hat.

Die Sense sey …

Der Herrscher Mahct liegt nur im Schwert,
Doch Schwert gen Schwert ist gleiches Recht,
Auf! gegen Lug der und bethoerte,
Schwert gegen Schwert für unser Recht:

Die Sense sey …

Das Wartburg- und das Hambacher Fest
Wissen verdoppelt sich, wenn man es teilt.
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