Die Folgen der Französischen Revolution und Napoleons Herrschaft für Preußen

Territoriale Veränderung:

Im Frieden von Tilsit (1807) nach dem Sieg Napoleons über die preußische Armee büßte Preußen folgende „Territorien“ ein: Münster, Paderborn, Eichsfeld, Hildesheim, Erfurt, Bayreuth, Ansbach und vor allem das Großherzogtum Warschau. Dadurch wurden die territorialen Besitzungen Preußens etwa halbiert. Außerdem wurden sie nun von der französischen Armee besetzt.

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Reformkräfte:

Karl Reichsfreiherr vom und zum Stein. Trat 1780 in den preußischen Staatsdienst, wurde1804 Wirtschafts- und Finanzminister. Führte nach Frieden von Tilsit grundlegende Reformen durch. Wurde 1808 auf Druck von Napoleon entlassen.
Karl August Fürst von Hardenberg. Trat 1790 in den preußischen Staatsdienst. April 1807 zum leitenden Minister ernannt. Wenige Monate später (nach Frieden von Tilsit) wieder entlassen. 1810 preußischer Staatskanzler und führt Reformen Steins weiter.

Ziele der Reformen:

Politische Emanzipation. Zur Wehrsetzung gegen die französische belagernde Streitmacht.

Ergebnisse:

Reform der Staatsverwaltung:
König regierte nicht mehr allein mit Beratern. Es wurden für sämtliche Bereiche (Inneres, Äußeres, Justiz, Finanzen, Krieg…) Minister gewählt, die ihren Bereich leiteten.

Bauernbefreiung:
Ab 1804 für Bauern auf Staatsgütern. Ab 1807 für Bauern auf Adelsbesitz. Bauern konnten Beruf und Wohnort frei wählen. Wenn sie Bauern blieben mussten sie keine Abgaben zahlen. Ab 1811 galt Entschädigung für ehemalige Herren, die jedoch viele Bauern in Schulden stürzte.

Freie Berufswahl und Aufhebung der Zünfte:
„Standesschranken“ wurden aufgehoben. JEDER konnte Beruf frei wählen. Für Gewerbefreiheit wurden die Zünfte aufgehoben.

Politische Mitspracherechte:
Der Einzelne sollte mehr am Staat teilhaben. Jeder der über Bürgerrecht und Mindesteinkommen verfügte, konnte Stadtverordnete und den Bürgermeister wählen. Allerdings besaßen damals nur wenige das Bürgerrecht.

Bildungsreform:
Lehrerausbildung wurde vom Staat angetrieben. Nach und nach konnte Schulpflicht durchgesetzt werden. An Gymnasien führte man Abitur ein, das zum Studium berechtigte. Universitäten sollten vom staatlichen Eingriff frei bleiben.

Heeresreform:
Missstände, wie Prügelstrafe, wurden abgeschafft. Bürger sollten Offiziere werden können. Allgemeine Wehrpflicht wurde angestrebt.

Judenemanzipation:

Juden wurden rechtlich allen anderen Bürgern gleichgestellt.
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Folgen von Napoleon auf Preußen
Wissen verdoppelt sich, wenn man es teilt.
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