Entstehung zweier deutscher Staaten

In Folge des kalten Kriegs, der Bizone und der darauf folgenden Berlin-Blockade entstand im Dez. 1947 in der SBZ (sowjetische Besatzungszone) die „Volkskongressbewegung für Einheit und gerechten Frieden“.
Diese war eine Reaktion auf den Zusammenschluss der Westzonen (Bizone) und wurde von der SED geführt und sollte bis zur Wiederherstellung der deutschen Einheit regieren.
Aus der Volkskongressbewegung entstand im März 1948 der 1. deutsche Volksrat. Dieser bestand zwar hauptsächlich aus Ostalliierte, es gab allerdings auch Teilnehmer aus den Westzonen, was hauptsächlich daran lag, dass die SU den anderen Besatzungsmächten ein Gefühl des Mitspracherechts vermitteln wollte.
Der Volkskongress diskutierte über die Teilung Deutschlands und über einen Friedensvertrag. Schließlich beschloss er am 19. März 1949 eine „Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik“, womit die Teilung Deutschlands feststand.
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Im Mai 1949 erfolgten schließlich Wahlen zum 3. deutschen Volkskongress, der die Aufgabe hatte, den 2. deutschen Volksrat zu wählen, welcher die Regierung der DDR darstellen sollte. Trotz Manipulation und Wahlfälschung erreichte die SED nur 66,1 % der Stimmen, was allerdings schon zum Beschluss des 3. deutschen Volkskongresses reichte.
Dieser wählte nun aus seinen Reihen den 2. deutschen Volksrat, der unter Führung von Wilhelm Pieck am 7. 10.1949 zusammen trat und sich zur provisorischen Volkskammer/Regierung der DDR erklärte. Damit war als 2. deutscher Staat die DDR gegründet.

Entstehung zweier deutscher Staaten
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