Hier habt ihr einen Überblickstext über die Geschichte der DDR von 1945 bis 1961

1945, nachdem Deutschland durch das Potsdamer Abkommen in die West- und Sowjetzone geteilt wurde, wurden in der späteren DDR die Parteien und Länder gegründet. In der Sowjetzone gab es keine FDP, dafür aber die LDPD. Die UdSSR beabsichtigte die Vorherrschaft in Deutschland und sogar Europa einzunehmen, und zwar indem sie ihre Zone mit Demontagen ausbeutet. 1946 schlossen sich die SPD und die KPD zur SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) zusammen. Darüber hinaus wurde die Bodenreform beschlossen, die die Enteignung der Großgrundbesitzer vorsah. 1947 stimmte der Sächsische Volksentscheid dann darüber ab, dass die SED die Vorherrschaft in der Sowjetzone erhält, was auch ein Jahr darauf umgesetzt wurde. Dies ebnete den Weg für das spätere Staatssystem der DDR. 1948 antwortete die Sowjetunion auf die Währungsreform in der Westzone mit der Berlinblockade. Damit schnitten sie Westberlin von der Außenwelt ab. Im späteren Verlauf des Jahres führte die Sowjetzone jedoch auch noch ihre eigene Währungsreform durch. Am 07.10.1949 wurde dann die Verfassung der DDR festgesetzt. Diese sah die „führende Rolle der Partei“ vor. Das bedeutet, dass zwar alle 4 oder 5 Jahre eine neue Volkskammer gewählt wurde, die dann verschiedene Räte stellte, die wiederum über die einzelnen Gewalten verfügten. Da diese Wahl jedoch nach einer so genannten Einheitsliste getroffen wurde (und diese wurde immer von der SED bzw. von der Nationalen Front festgesetzt), war es praktisch unmöglich, die Herrschaft der SED zu beenden. Auch betrieb der Staat so viel Propaganda, dass ein Großteil der Bevölkerung die SED wirklich unterstützte. Wobei es auch nicht sinnvoll gewesen wäre, sich offen gegen das Staatssystem zu äußern. In den folgenden Jahren belastete der Kalte Krieg das Verhältnis zwischen den beiden deutschen Staaten. Die USA und die UdSSR veranstalteten ein Wettrüsten, dass sich bis auf an einzelnen Krisenherden nie entlud. Und so stieg die Spannung an der innerdeutschen Grenze, wo die beiden Mächte direkt aneinander lagen.

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Die Unzufriedenheit der DDR-Bürger stieg aber auch immer mehr. Der Staat versuchte alles und jeden zu manipulieren und die DDR hatte schwache Wirtschaft. Das lag zum einen daran, dass die BRD einfach mehr vom industrialisierten Gebiet abbekommen hatte und zum anderen daran, dass die UdSSR noch weitere Demontagen durchführte. Darüber hinaus funktionierte die Planwirtschaft der DDR nicht wirklich, da das Angebot auf Analysen vom Staat beruhte, und sich nicht, wie in einer freien Marktwirtschaft, selbst nach der Nachfrage regulierte. Am 28.05.1953 gab es eine Normerhöhung von 10%, die viele Streiks hervorrief. Daraufhin zog die DDR-Regierung zum ersten und einzigen Mal in der Geschichte diese Änderung am 09.06. wieder zurück. Doch der Unmut der Bevölkerung hatte tiefgründigere Ursachen und deswegen war diese Normerhöhung nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, als am 17.06. mehrere hunderttausend Arbeiter demonstrierten. Zu diesen Ursachen gehört zuallererst die Teilung Deutschlands, die besonders für die DDR viele Nachteile mit sich zog, und die oben schon genannten Gründe der politischen und wirtschaftlichen Lage. Die Demonstrationen wurden mit sowjetischen Panzern niedergeschlagen. Es gab viele Tote, Verhaftungen und Hinrichtungen.
Doch mit der Niederschlagung des Aufstands war der Unmut der Bürger noch nicht unterdrückt. Seit der Gründung der DDR hat es jedes Jahr viele Flüchtlinge gegeben. Doch in diesem Jahr waren es besonders viele und auch in den darauf folgenden Jahren flohen noch viele hunderttausende. Weil dadurch vor allem viele junge Arbeitskräfte und Denker verloren gingen, errichtete die DDR-Regierung am 13.08.1961 die Mauer, die das Fliehen aus der DDR unterbinden sollte. Der Westen reagierte darauf geschockt und verurteilte diese Handlung in den öffentlichen Medien. Doch es wurden keinerlei Gegenmaßnahmen eingeleitet. Die DDR wurde geduldet.

Die Geschichte der DDR von 1945 bis 1961
Wissen verdoppelt sich, wenn man es teilt.
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