Hausaufgabe: Christiane hat Ferdinand telefonisch zum Wochenende eingeladen. Statt sofort aufzulegen, schreibt Ferdinand einen Brief an seinen Vater im Gefängnis. Er schreibt über sein eigenes Leben, seine Vorwürfe an den Vater und stellt Forderungen.

Hallo

Ich schreibe diesen Brief, um Dir nicht in die Augen sehen zu müssen. Diese Augen die ich als Kind nie zu sehen bekommen habe, bis ich schließlich sie zum ersten Mal auf der Titelseite der Welt sah, mit dem Titel ”Terrorist” oder soll ich liebe Mörder schreiben.
Mutter sagte immer, dass wir es schaffen, auch ohne Dich, doch in ihren Augen sah ich, dass es nie so sein wird. Mein Gefühl hatte sich bestätigt, denn ich hatte nichts, keine Hobbys, keine Freunde, keinen Vater und als ich 6 Jahre alt wurde auch keine Mutter mehr. All die Schuljahre wurde ich verprügelt und niedergemacht, aus einem Grund, dieser bist DU.
Die Einzigen, die mir Hoffnung gaben, waren Oma und Opa, bei denen ich aufgewachsen bin. Ich weiss nicht, ob du eine Ahnung hast, was es für ein Gefühl ist ohne Eltern aufzuwachsen. All die Jahre ohne Dich, habe ich mir so viele Fragen über Dich gestellt. Wie hast Du es geschafft, so gefühllos Menschen umzubringen, unschuldige Menschen? Wie hast du es geschafft, Deine eigene Frau dazu zu bringen Selbstmord zu begehen?
Du wolltest für Frieden kämpfen aber hast genau das Gegenteil erreicht, Du bist gescheitert, bei allem was Du getan hast. Du hast den Frieden zahlreicher Familien zerstört. Ist es das, was Du wolltest? Hat es Dir nicht gereicht, Deine eigene Familie zu zerstören?
Wie schön wäre es wenn du zeigen könntest, dass du ein Vater bist und nicht ein Mörder.
Steh zu deinen Fehlern und kämpf für den Frieden mit Dir selber.

Ferdinant

*by Xh.K.*

Das Wochenende
Spread the love

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

nine + 16 =