Stilelemente und Sprachbilder

1. Besondere sprachliche Mittel


-etw. in seiner Wirkung verstärken
normalsprachlich →
Ein unübersichtlicher Garten Ein Garten für den man einen Kompass braucht
Ungesichertes Museum Ein gefundenes Fressen für Langfinger, dieses Museum
Ein erbärmlicher Klang Musikkenner hätten sicher nicht ihre helle Freude daran
Warum:-Sprache wird anschaulicher
-passt sich dem Rezipienten (=Zuhörer) an
– Wortschatz wird verbessert und erweitert

2. Lexische Stilelemente


a) Synonyme: Sprachl. Mittel, die dazu genutzt werden, gedankliche Abbilder eines gegebenen außersprachl. Sachverhalts in unterschiedlicher Form, aber auf inhaltlich gleicher oder ähnliche Weise sprachl. zu objektivieren
z.B. gehen-schreite-spazieren

Stilschicht: allgemeine emotionale Höhenlage eines Wortes
Stilschicht Bsp. Bsp. Bsp.
Dichterisch Antlitz Mundöffnung
Gehoben Angesicht Gebiss
Standard Gesicht Zähne Mund
Umgangssprachlich Visage Kauleiste Klappe
vulgär Fresse Hauer Maul
Stilfärbung: spezielle emotionale Nuance, die zur Stilschicht hinzutreten kann
(scherzhaft-Adamskostüm, abwertend-Schreiberling, Amtsdeutsch-statistisch gesehen)
b) Archaismen: Wörter, die in ihrer sprachlichen Form veraltet sind ((Recke statt Held)
c) Historismen: Wörter, die zugleich mit einem Sachverhalt, den sie bezeichnen, aus dem Gebrauch gekommen sind (Knecht, Frondienst, Sklavenhändler)
d) Neologismen: Wörter, die in der Gegenwartsprache geschaffen worden sind (googeln, Handy, beamen)
e) Modewörter: Wörter, die während eines bestimmten Zeitabschnitts von einer bestimmten sozialen Gruppe bevorzugt verwendet werden (Jugendsprache)
f) Lehnwörter: Wörter, die aus einer anderen Sprache stammen, sich aber lautlich und formal dem Deutschen angepasst haben (fenestre-Fenster)
g) Erbwörter: Wörter der eigenen Sprache, die sich im Laufe der Zeit verändert haben

3. Grammatische Stilelemente

(Stilelemente, die sich auf grammat. Festlegungen beziehen
a) Rhetorische Frage
b) Adhortativ: Aufforderung zur gemeinsamen Tat, bei der sich der Sprecher selbst nicht mit einbezieht
c) Aufforderungsfrage: in eine Frage gekleidete Antwort (Wir wollen jetzt gehen?)
d) Parataxe: Koordination von Sätzen
e) Hypotaxe: Subordination von Sätzen

4. Mittel des bildlichen Ausdrucks


a) Vergleich: Vergleich zweier Sachverhalte, verbunden mit wie
b) Tropus: Vergleich, bei dem die Begriffe inhaltlich verschmelzen (nicht einander gleichgesetzt werden) , welches zur Identifikation führt ( drei Formen: siehe c, d, e)
c) Synekdoche: Ersetzung eines Wortes durch einen Begriff aus demselben Begriffsfeld (Wir leben alle unter einem Dach (man lebt in einem Haus))
d) Metonymie: Ersetzung eines Wortes durch einen Begriff aus unterschiedlichen Begriffsfeld
(man liest Goethe (nicht ein Werk von Goethe))
e) Metapher: auf vergleich beruhende Ersatzbezeichnung (Personifikation, Allegorie, Symbol, Synästhesie)
f) Personifizierung: Bezeichnungsübertragung aus dem menschlichen in den nichtmenschlichen Bereich
g) Allegorie: sich in sprachlicher Breite und gedanklicher Tiefe entfaltende Metapher
h) Symbol: Gegenstand oder Vorgang, der über das Vordergründige hinaus etwas Verborgenes andeutet
i) Synästhesie: Bezeichnungsübertragung aus dem Bereich der 5 Sinnesempfindungen in einen anderen Bereich dies Sinnesempfindungen (klang besondere Farbe zuordnen)
j) Lautnachahmung: Ersatzbezeichnung aus Bereich der verschiedenen Laute und Geräusche (igitt)
Stilelemente und Sprachbilder
Wissen verdoppelt sich, wenn man es teilt.
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