Biografie über Bernhard Schlink:

Bernhard Schlink (* 6. Juli 1944 im ostwestfälischen Großdornberg bei Bielefeld) ist ein deutscher Jurist, Professor für Rechtswissenschaften, Romanautor und Richter. Er wuchs in Heidelberg auf, wo sein Vater Edmund Schlink als Theologieprofessor tätig war. Sein Schwager ist der frühere evangelische Landesbischof von Baden und ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Klaus Engelhardt

Schlink studierte Jura an der Ruprecht-Karls-Universität zu Heidelberg und an der Freien Universität Berlin. Als wissenschaftlicher Assistent war er an den Universitäten in Darmstadt, Bielefeld und Freiburg tätig. Er promovierte 1975 in Heidelberg (Abwägung im Verfassungsrecht, 1976) zum Dr. iur. und habilitierte 1981 (Die Amtshilfe. Ein Beitrag zu einer Lehre der Gewaltenteilung in der Verwaltung, 1982).
Von 1982 bis 1991 war er Juraprofessor an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn und von 1991 bis 1992 an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Seit 1992 hat er an der Humboldt-Universität zu Berlin einen Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie.

Seine derzeitigen Forschungsschwerpunkte sind:
• Grundrechte im internationalen Vergleich
• Denunziation und Verrat vom Mittelalter bis zur Neuzeit
• Kosten der Gerechtigkeit

Von 1987 bis 2005 war Bernhard Schlink Richter am Verfassungsgerichtshof von Nordrhein-Westfalen in Münster.
Im August 2005 vertrat er die Bundesregierung im Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht über die Klagen von zwei Bundestagsabgeordneten gegen die Entscheidung von Bundespräsident Köhler, den Bundestag aufzulösen und Neuwahlen festzusetzen.
Bernhard Schlink ist Mitglied im Kuratorium der ersten deutschen juristischen Internetzeitschrift Humboldt Forum Recht.

Bernhard Schlink
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