Autorportrait / Biographie / Lebenslauf : Erich Maria Remarque

Erich Maria Remarque (eigentlich Erich Paul Remark) wurde am 22. Juni 1898 in Osnabrück geboren. Er war das zweite von fünf Kindern des Buchbinders Peter Franz Remark (1867-1954) und seiner Frau Anna Maria Remark. Nach Schulabschluss bescuhte der das Lehrerseminar, wurde aber 1916 nach einem Notexamen eingezogen und ein Jahr später an der Westfront als Soldat eingesetzt. Nach einem Monat wurde er verletzt und verbrachte die Zeit bis zum Ende des Krieges in einem Hospital. Ganz im Gegensatz zu seinem Romanheld Paul Bäumer, hätte sich Remarque niemals freiwillig zum Heer gemeldet. Durch die Kriegserlebnisse nahm er eine sehr pazifistische und antimilitaristische Haltung an, was er auch in seinen Romanen vermittelt.
Nach dem Krieg setzte er seine Ausbildung fort, und ab 1919 unterrichtete er an einer Volksschule in Lohne. Sein erstes Werk „ Die Traumbude“ erschien 1920 und war ein Misserfolg. Ab November 1922 verwendete er den zweiten Vornamen „Maria“, und seit 1924 nannte er sich nur noch „Remarque“. Sein Großvater hatte diese französische Schreibweise aufgegeben.
„Im Westen nichts Neues“ war zuerst ein Fortsetzungsroman den Remarque im Jahre 1928 für die Vossische Zeitung schrieb. In diesem Roman verarbeitete er eigene Kriegserlebnisse und auch Erzählungen von Soldaten die er kennengelernt hatte. 1929 erschien „Im Westen nichts Neues“ als Buch, und 1930 wurde er sogar verfilmt, was Erich Maria Remarque weltbekannt machte. Ein Jahr später wurde er sogar für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Aber Der Deutsche Offizier-Bund protestierte gegen diese Nominierung, da der Roman die deutsche Armee und die Soldaten in ein schlechtes Licht stellte.
Am 31. Januar 1933, einen Tag nachdem Hitler zum Reichskanzler ernannt wurde, verließ er Deutschland und ließ sich in der Schweiz nieder. Seine Schwester Elfriede Scholz wurde 1943 zum Tode verurteil wegen „Äußerung gegen das NS-Regime“. Als Remarque von ihrem Tod erfuhr widmete er ihr 1952 den Roman „Der Funke Leben“.
Die Filmaufführungen von „Im Westen nichts Neues“ wurden unter Hitler verboten, und die Bücher verbrannt. 1938 wurde ihm die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt, und ab 1939 lebte er abwechselnd in den USA und in der Schweiz, wo er schließlich 1970 an einem Herzinfarkt starb.

Autorportrait Erich Maria Remarque
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