Anne Frank

Annelies Marie Frank, gekürzt Anne Frank wurde am 12. Juni 1929 als zweite Tochter von Otto und Edith Frank, in Frankfurt am Main, geboren. Sie war ein jüdisches Mädchen, das zur Zeit des zweiten Weltkriegs lebte und zwischen Ende Februar und Anfang März 1945 im Konzentrationslager Bergen Belsen an Typhus starb. Bis zu ihrem vierten Lebensjahr wohnte sie im Marbachweg 37 und zog später in die Ganghoferstraße 24, die beide im Stadtteil von Dornbusch in Frankfurt liegen. In den folgenden Jahren, wurde es der Familie, aufgrund des Nationalsozialismus in Deutschland, zu unsicher. Sie zogen in die Niederlande, nach Amsterdam. Dort hielt sich die Familie ab 1942 auch versteckt. In Amsterdam besuchte Anne bis zu ihrem sechsten Lebensjahr den Montessorikindergarten. Danach kam sie auf eine gemischte Schule und ging nach der 6. Klasse auf das Jüdische Lyzeum, das ihre Schwester ebenso besuchte. Zu ihrem 13. Geburtstag bekam Anne ein Tagebuch geschenkt, dass sie „Kitty“ nannte. Sie schrieb beinahe täglich hinein und schnell wurde dieses Tagebuch eine Art Ersatzfreundin für Anne. „Ich werde, hoffe ich, dir alles anvertrauen können, wie ich es noch bei niemandem gekonnt habe (…)“(Anne Frank Tagebuch S.11). Anne war bekannt für ihre Durchsetzungsfähigkeit. Sie hat immer ausgesprochen, was sie dachte und wurde von ihren Verwandten und Freunden der Familie als sehr Frech bezeichnet. Somit kam es oft zu Auseinandersetzungen zwischen Anne und ihrer Familie oder den Versteck Mitbewohnern. Anne wurde andauernd mit ihrer drei Jahre älteren Schwester Margot verglichen und fühlte sich benachteiligt. Margot wurde als gutmütig, vorbildlich und zurückhaltend beschrieben. Ganz anders als Anne. Sie war ein sehr impulsives Kind, was andauernd ein neues Abendteuer suchte. Oft erwähnte sie diese Differenz zwischen Margot und ihr in ihrem Buch. Ihre Mutter, sowie die anderen Versteck Mitbewohner empfanden ihren Charakter als schlecht und nervig. Vor allem von ihrer Mutter Edith Frank durfte sich Anne oft Sätze wie: „Ich kann dein Dummes Geschwätze nichtmehr hören“(Anne Frank Tagebuch S.91) oder „schau mal, deine lieber Schwester, sie kann dir ruhig ein Vorbild sein(…)“(Ebd. S. 90) ,anhören. Zu ihrem Vater Otto hatte Anne jedoch ein ausgezeichnetes Verhältnis. Sie bezeichnete ihn oft als Schatz oder liebsten Papi: „Mein Vater, der liebste Schatz von einem Vater den ich je getroffen habe(…)“(Anne Frank Tagebuch S.43), denn er war der einzige, der ihren Charakter schätzte und nicht mit gehässigen Sprüchen oder Mahnungen auf ihre Aussagen antwortete. Oft wurde Otto in Annes Tagebuch erwähnt und hoch gelobt. Obwohl die meisten Leute nichts Gutes von Anne dachten und sie als unerzogen wahrnahmen, war Anne stolz auf ihren Charakter. Sie sah in ihrer Schwester keineswegs ein Vorbild.
„Ich gebe auch gerne zu, dass ich ganz und gar nicht wie Margot werden will. Sie ist mir viel zu lasch und gleichgültig, lässt sich von jedem überreden und gibt in allem nach. Ich will einen kräftigen Geist!“(Ebd. S 90). Nach 2 Jahren Tagebuch schreiben genügten ihr ihre schriftstellerischen Ansprüche nicht mehr und sie fing an ihr Tagebuch umzuschreiben bzw. eine komplett neue Fassung zu entwickeln. Außerdem, hörte Anne im Radio aus London den niederländischen Erziehungsminister im Exil. Dieser sprach davon, dass man nach dem Krieg alles über die Leiden des niederländischen Volkes während der deutschen Besetzung veröffentlichen müsse. Als Beispiel führte er Tagebücher an. Unter dem Eindruck dieser Rede beschloss Anne Frank, nach Kriegsende ein Buch zu veröffentlichen. Ihr Tagebuch sollte dafür als Grundlage dienen. So kam es also, dass Anne Frank anfing, eine neue Fassung zu entwickeln. Außerdem ist über Anne zu sagen, dass sie mit sich selbst oft sehr streng war. Vielleicht sah es damals niemand in ihr, doch eigentlich war Anne ebenfalls wie ihre Schwester sehr gutmütig und hatte oft Mitleid gegenüber den anderen Menschen im Krieg. Wie auch in diesem Zitat aus ihrem Tagebuch: „Die Kinder hier laufen in dünnen Blusen und mit Holzschuhen an den Füßen herum, kein Mantel, keine Mütze […] und niemand der ihnen hilft.“ (S. 88) „[…]und wir haben es gut[…] Wir sind so egoistisch, dass wir über >nach dem Krieg

Anne Frank
Wissen verdoppelt sich, wenn man es teilt.
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