Die Industrielle Revolution – Werke in Ulm und Umgebung



  • Titel: Die Industrielle Revolution – Werke in Ulm und Umgebung
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GFS Anouk Fumy Geschichte JS1 Herr Michna 14.12.2011

Die Industrielle Revolution –
Werke in Ulm und Umgebung


Gliederung:

1. Industrialisierung
1.1 in Deutschland
1.2 Industriekultur in Ulm

2. Wieland-Werke

3. Magirus

4. Käßbohrer

5. Quellen


1.1 Industrialisierung in Deutschland


Die Industrialisierung war eine Entwicklung mit bahnbrechenden Erfindungen
Rasanz der techn. Entwicklungen  Wandel des wirtschaftlichen und des sozialen Lebens
erste Auswirkungen auf Deutschland in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts
späte Anfänge, Deutschland war ein „Nachzügler“
Fabriken entstanden
Massenfabrikationen ersetzten die handwerkliche Einzelfertigung
Eisenbahnbau als eine der Triebkräfte der Industrialisierung in Deutschland
Wandel vom Agrarstaat zum Industriestaat
Noch in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts lebten in Deutschland nur knapp 10% der Bevölkerung in Städten, dagegen noch 90% auf dem Land
Industrialisierung: Landflucht und Verstädterung

1.2 Industriekultur in Ulm

Ulm = Knotenpunkt der Verkehrsströme (Donau, Blau, Iller & Gebirgsrand der Alb)
 Entscheidend für die Entwicklung Ulm’s
Eisenbahn (und Schifffahrt)
Öffnung der Zollgrenze nach Bayern 1828
 Materialien konnten auf einfachstem Wege nach Ulm gelangen
Bau der Ulmer Bundesfestung 1842 – 49 und 1850 – 59
Ulm als Garnisonsstadt
 Soldaten sorgen für Einwohnerwachstum
Fertigstellung des Ulmer Münsters
Wohlstand breitete sich aus
Erste Handwerker investieren in kleinere Fabrikationsbetriebe

2. Wieland Werke



Philipp Jakob Wieland entschließt sich nach seinen Militärjahren zu einer Wanderschaft als Handwerksgeselle
Rückkehr 1820
1820 Aufnahme in die Ulmer Schmiedezunft
1820 Übernahme Wieland’s der Kunst- und Glockengießerei seines Onkels Thomas Frauenlob
 „Geburt“ der Wieland-Werke
Produktion von Messing- und Metallfabrikaten
1828 Erwerb eines Anwesens im Südwesten Ulm’s
 Messingblechwalzwerks und Sägemühle, betrieben durch die Wasserkraft der Blau
1828 gilt deshalb oft als Gründerjahr Wieland’s
1832 Eintritt zweier Schwager Wieland’ s (Heinrich & Karl Kapff) in die Firma „Wieland &Comp.“
1831-40 stetiger Ausbau der Wieland-Werke
Gründung einer Fabrikkrankenkasse 1834  Vorbild f. Betriebskrankenkasse
1842 Rückerwerb der Kapff’schen Anteile
Kauf einer Ölmühle 1941 und einer Papiermühle 1846  Umbau zu Walzwerken, Drahtzügen und einer Messingdrückerei
Kauf der ehem. Spitalmühle  Fabrikgebäude mit Wasserkraft, mechan. Werkstätte, Wirtschaftsgebäude
1982 Verlagerung des Unternehmens in das Ulmer Industriegebiet Donautal

3. Magirus



Gründung der „Feuerwehr-Requisiten-Fabrik“ 1864 von Conrad Dietrich Magirus
Eintragen ins Handelsregister als Kaufmann 1866
1873 Produktion der ersten „Ulmer Leiter“ in einer kleinen Fabrikhalle
Ulmer Leiter = leicht beweglich, schnell einsatzbereit, einfach zu bedienen, kippsicher
 perfekt geeignet für den Brandschutz
1883 Söhne Heinrich, Otto und Hermann Magirus als Teilhaber der Fabrik
Umzug in die Schillerstraße 1885
Dort entstand die bis heute aktive Fabrik „Magirus“
Übergabe der Fabrik des Seniorchefs an die Juniorchefs 1887
Heinrich Magirus: Vertreten der Handelsgesellschaft nach Außen
Otto Magirus: Leitung der Fabrikation als Techniker
Hermann Magirus: Betreuung der kaufmännischen Seite
„Motorisierung“ der Feuerwehr 1893  Petroleum-Motor-Spritze
1906 bestand das Magirus-Fahrzeugprogramm noch hauptsächlich aus Hand- und Motorspritzen und von Pferden gezogenen Löschwagen und Leitern
ab 1903 Produktion von Spezialgeräten für die Armee
 z.B. fahrbare Beleuchtungs- und Beobachtungstürme, Funkmasten (Telegraphie)
1908 Erweiterung des Werks in der Schillerstraße
1911 Umwandlung des Unternehmens in eine 1,5 Millionen Mark-Aktiengesellschaft (1913  2 Mio.)
1913 Expansion nach Söflingen
Ab 1916 Aufbau eines Konstruktionsbüros für Automobil
Umstellung von Feuerwehrspritzen und Leitern auf Automobile

4. Kässbohrer



1893 Eröffnung des Wagnergeschäfts am Lautenberg in Ulm von Karl Kässbohrer
Ulmer machten wenig Gebrauch vom Angebot der „Wagenfabrik Kässbohrer“
Konkurrenz zu zwölf anderen Wagnermeistern in Ulm
 erst hauptsächlich Ausbesserungsarbeiten
Festigung des guten Rufs des Geschäfts
Brand 1895 gut überstanden
1897 Heirat Kässbohrers mit Katharina Mayer
 Tatkräftige Hilfe & weiteres Aufbauen des Geschäfts
Nach 1900 langsamer Beginn der Produktion von Wagen ohne direkte Aufträge
Immer mehr Lastfahrzeuge für gewerbliche Zwecke, außerdem Elegante Chaisen, Landauer und Viktoriawagen
Jahrhundertwende: Beginn der Produktion von motorbetriebenen Automobile
1903 Kauf eines Anwesens in der Karlstraße (heute Hartmannstr.)
1911 Wagnergeschäft firmiert nun als „Erste Ulmer Karosseriefabrik Karl Kässbohrer“
1911 Einweihung der ersten Omnibuslinie von Ulm nach Wiblingen
1928 Ankauf der Karosseriefabrik „Neuer & Thieme“
Spezialisierung auf Omnibusse, Anhänger und Aufbauten

5. Quellen:



Bücher:

Industriekultur in Ulm bis zum 2. Weltkrieg – Universität Ulm, Zentrum für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung (ZAWiW) – 2001
Wieland, Geschichte einer Arbeitsheimat – Hermann Baumhauer – Wieland-Werke AG Ulm – 1991

Magirus, die Geschichte eines Ulmer Unternehmens von 1864 bis 1935 – Rolf J. Ambrosius – Dr. Karl Höhn KG – 1997

Der Zukunft ein Stück voraus, 125 Jahre Magirus – Klaus Rabe – ECON Verlag GmbH – 1989

Otto Kässbohrer in seinen Worten, in seinem Wirken, in seiner Zeit – Manfred Schindler – Karl Kässbohrer Fahrzeugwerke GmbH Ulm

Großes aus kleinen Anfängen 100 Jahre Otto Kässbohrer – Dieter Mutard – DWM Pressebüro und Verlag Ulm – 2003

Archive:

Stadtarchiv Ulm, Ulm/Donau

Filme:

Historische Ulm-Filme – Filmschätze aus 8 Jahrzehnten – Günter Merkle – „Protel Film und Medien“

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