Hamlet - Literarische Charakteristik von Gertrude



  • Titel: Hamlet - Literarische Charakteristik von Gertrude
  • Autor: anonym
  • Beschreibung: Eine Charakterisierung von Gertrude aus "Hamlet" von William Shakespear. Gertrude ist eine sehr geheimnisvolle Persönlichkeit...
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William Shakespeares Drama "Hamlet" handelt von Hamlet,dem Prinzen Dänemarks.Nach dem Tod seines Vaters heiratet seine Mutter Gertrude dessen Bruder Claudius.Als Hamlet vom Geist seines Vaters erfährt,dass dieser nicht wie behauptet durch einen Schlangenbiss gestorben ist,sondern ermordet wurde,verspricht er ihm,ihn zu rächen.
Die Königin tritt zum ersten Mal in der zweiten Szene des ersten Aufzuges auf.An dieser Stelle versucht sie Hamlet klarzumachen,dass er aufhören solle zu trauern,weil jeder irgendwann einmal sterben müsse."Such nicht beständig mit gesenkten Wimpern/Nach deinem edlen Vater in dem Staub/Du weißt,es ist gemein:was lebt,muss sterben/Und Ew´ges nach der Zeitlichkeit erwerben."(S.13 Z.17 ff.)Sie erscheint als fromme Frau,vertraut darauf,dass es ihrem verstorbenen Gatten im Jenseits auf ewig gut gehen wird.In der nächsten Nacht erfährt Hamlet die Wahrheit über den Tod seines Vaters,als er selbst in Helsingör Wache hält.In der zweiten Szene des zweiten Aufzuges bitten der König und die Königin Hamlets Jugendfreunde Rosenkranz und Güldenstern,ihn zu besuchen und herauszufinden,warum er sich so eigenartig verhält.Anschließend erscheint Polonius,der Oberkämmerer,in dessen Tochter Ophelia Hamlet verliebt ist.Er berichtet dem König und der Königin von seiner Vermutung über Hamlets Wahnsinn,er hält die Liebe zu Ophelia für den Auslöser.Gertrude hält dies für möglich,zieht aber auch den Tod des Vaters und ihre Heirat mit Claudius in Betracht.Sie sucht die Schuld bei sich selbst,ihr schlechtes Gewissen regt sich.Daran erkennt man eine wichtige Fähigkeit von Gertrude:Die Fähigkeit,sich ihre Fehler einzugestehen und zu erkennen,dass sie falsche Entscheidungen getroffen haben könnte.Von Polonius´ langatmigen,sinnlosen Reden ist sie genervt,sie fordert ihn auf "mehr Inhalt und wen´ger Kunst" zu bringen.Als eine Schauspielgruppe am Hof ankommt, prüft Hamlet die Behauptungen des Geistes: Aus dem Bühnenstück „Der Mord von Gonzago“ will Hamlet die Schauspieler den Mord nachspielen lassen und Claudius´ Reaktion abwarten,bevor er über ihn urteilt.In der ersten Szene des dritten Aufzuges äußert die Königin sich zu Polonius´Vermutung."Was Euch betrifft,Ophelia,wünsch ich nur,/Dass Eure Schönheit der beglückte Grund/Von Hamlets Wildheit sei :dann darf ich hoffen,/Dass Eure Tugenden zurück ihn bringen/Auf den gewohnten Weg,zu beider Ehre"(S.59 Z.16 ff.).Gertrude hofft,dass Hamlets Liebe der Grund für sein seltsames Verhalten ist,und nichts Schlimmeres.Während des Schauspiels erklärt die Königin,die Königin darin gelobe zu viel,weil sie sich weigert,nach dem Tod ihres Ehemannes erneut zu heiraten.Zweifellos hat sie sich selbst in dem Stück erkannt und versucht nun,ihr Handeln zu rechfertigen mit der Begründung,dass man Versprechen leichter bricht,wenn man zuviel gelobt,sich zu viel aufbürdet.Sie will ihre Sünde nicht erkennen,sie glaubt,richtig gehandelt zu haben.Als in dem Schauspiel der Mörder den König auf dieselbe Art und Weise wie Claudius tötet, verlässt dieser den Raum. Nun ist Hamlet von der Schuld seines Onkels überzeugt. Er erhält die Gelegenheit ,ihn zu töten,tut es aber nicht,weil er gerade betet und in den Himmel kommen könnte.Anschließend geht er zu seiner Mutter,um mit ihr zu reden.Während dieses Gespräches tötet er Polonius,in dem Glauben es sei Claudius.Außerdem wirft er Gertrude vor,den Bruder ihres toten Gatten geheiratet zu haben.Erneut gibt sie zu,ihre Fehler zu erkennen und zu wissen,dass sie etwas Falsches und Unmoralisches getan hat:"O Hamlet,sprich nicht mehr!/Du kehrst die Augen recht ins Innre mir,/Da seh ich Flecke,tief und schwarz gefärbt,/Die nicht von Farbe lassen.(S:84,Z.25ff.)Obwohl es ziemlich unklar ist,ob Gertrude auf der Seite Hamlets oder ihres Gatten steht,lügt sie im folgenden Gespräch mit dem König und behauptet,er betrauere den Tod von Polonius.Claudius ist zwar ihr Ehemann,aber Hamlet immer noch ihr einziger Sohn,den sie sehr liebt.Der König beschließt,Hamlet zusammen mit Güldenstern und Rosenkranz nach England zu schicken,um ihn dort hinrichten zu lassen.Hamlet aber entdeckt den Brief vor seiner Ankunft und verändert dessen Inhalt so, dass nicht er, sondern Rosenkrantz und Güldenstern hingerichtet werden.Aus Trauer über den Tod ihres Vaters begeht Ophelia Selbstmord,Laertes schwört Rache.Gertrude betrauert den Tod Ophelias,sie hat sie gemocht und gehofft,sie einmal Schwiegertochter nennen zu dürfen:"Der süßen Süßes:Lebe wohl!-Ich hoffte,/Du solltest meines Hamlets Gattin sein./Dein Brautbett,dacht´ ich ,süßes Kind,zu schmücken,/Nicht zu bestreun dein Grab."(S.121,Z.7ff.)Laertes und Claudius schmieden einen Plan,um Hamlet zu beseitigen.Er und Laertes fechten,Laertes benutzt einen schärferen und vergifteten Degen.Während dieser Auseinandersetzung hält die Königin zu ihrem Sohn.Als sie auf sein Wohl trinken möchte,tötet sie sich versehentlich,weil Claudius und Laertes den Wein zuvor vergiftet hatten.So stirbt sie bei dem Versuch,Hamlet zu unterstützen.Er und Laertes verwunden sich während des Gefechtes gegeseitig tödlich,Claudius wird von Hamlet ermordet.

Gertrude ist eine sehr geheimnisvolle Persönlichkeit,während des gesamten Stückes erfährt man nicht,ob sie mehr auf der Seite Hamlets oder der Seite von Claudius steht.Eine weitere Frage,die unbeantwortet bleibt,ist:Wusste Gertrude von den Machenschaften ihres Ehemannes oder war sie ahnungslos?Aber ob sie nun Bescheid weiß oder nicht,auf jeden Fall bereut sie ihre eigenen Untaten und falschen Entscheidungen.

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