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Neue Sachlichkeit in der Kunst:
1. Historischer Hintergrund:
-Zeit der Weimarer Republik, erste demokratische Republik in Deutschland, hatte aber viele Probleme:
-Versailler Vertag: Deutschland hat Hauptkriegsschuld, Gebietsabtritte, Reparationszahlungen
-Inflation 1923, Weltwirtschaftskrise
-große Unzufriedenheit mit der Republik, Politiker konnten nicht die Probleme der Zeit lösen, "Republik ohne Republikaner"
-radikale politische Parteien immer populärer, kämpften gegen die Republik, viele Künstler standen radikalen Parteien, hpts. der linken
-1933 Beginn der NS-Diktatur, Kontrolle von Kunst und Literatur durch Staat, langsames Abklingen der Stilrichtung Neue Sachlichkeit => Exilliteratur
-außerdem: technische Neuerungen, Massenmedien, wie Film und Rundfunk
2. Verismus/Sozialkritischer Realismus:
- sieht Neue Sachlichkeit als eine politische Kunst
- setzte sich kritisch mit der Gesellschaft der Weimarer Republik auseinander und solidarisierte mit sozialistischen und kommunistischen Zielen
- aber auch in die Richtung des Nationalsozialismus z.B. Sergius Pauser und Ernst Nepo
- inhaltlich provokante Darstellungen, häufig bis ins Groteske übersteigert mittels altmeisterliche Techniken
- besonders wichtig: Darstellung der Umwelt mit zeitgenössischen Problemen, vor allem im gesellschaftlichen-politischen Bereich
- Inhalt war wichtiger als Form
- exakte, objektive und präzise Wiedergabe vom Leben der Arbeiter im Fabrikbetrieb, Darstellungen von Fabrikanlagen, Darstellung vom Krieg
- Überschärfe und starke Betonung des Gegenstandes, häufig Ausschaltung von Licht und Schatten
Themen/Motive:
- Protest gegen soziale Miss-Stände
- Auseinandersetzung mit der Alltagswirklichkeit d. Weimarer Republik
- Orientierung an den Tatsachen
- Auseinandersetzung mit dem Krieg
- exakte Darstellung d. Alltagswelt
Ziele/Intentionen:
-aufdecken der wirtschaftlichen und sozialen Situation und Lebensweise
der Menschen i. d. Weimarer Republik
-breite Masse soll aktiv an Kultur teilhaben
- die Neue Sachlichkeit wollte nicht nur das äußere Erscheinungsbild des Elends, sondern auch Ursachen der gesellschaftlichen Fehlentwicklung anschaulich aufzeigen
Vertreter:
Otto Dix, Elfriede Lohse-Wächtler, Christian Schad, George Grosz, Conrad Felixmüller, Georg Schrimpf und Rudolf Schlichter