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Wiener Kongress
- Politische Neuordnung Eurpoas nach dem Sturz Napoleons 1814/1815 ; es trafen sich die Staatsmänner und Monarchen
- Vorsitz: österreichischer Reichskanzler Fürst von Metternich
- Neben dem pol. Stand auch eine territoriale, rechtliche und ideelle Neuordnung an
- Durch Napoleon hatte Frankreich die Vorherrschaft in Europa gewonnen ; nun ging es darum insbesondere Frankreich an der Expansion zu hindern bzw. sicherzustellen dass so etwas nicht noch einmal geschehen konnte
- Franz. Rev. und Napoleon hatten alte Staatsformen umgestürtzt und revolutionäre Ideen verbreitet, was in Zukunft ebenfalls verhindert werden sollte
- Einigung auf 3 wesentliche Prinzipien:
-> Restauration : Wiederherstellung der alten Ordnung, d.h. Rückkehr zu den territorialen Verhältnissen vor Napoleon und der Revolution und Rückkehr zur absolutistischen Herrschaft
-> Solidarität : gegenseitige Hilfe und Unterstützung im Kampf gegen revolutionäre Bewegungen
-> Legitimität des Herrschaftsanspruchs der alten Herrscherdynastien ( alte Herrscherfamilien hatten wieder rechtmäßigen Anspruch auf Macht und Herrschaft)
->zu diesem Zweck Gründung des Deutschen Bundes:
- Lockerer Zusammenschluss von 34 deutschen Einzelstaaten
- Ziel war die Erhaltung der inneren und äußeren Sicherheit; Gewährung der Unabhängigkeit
- Gmeinsames pol. Organ war Bundesversammlung in Frankfurt am Main, ebenfalls unter dem Vorsitz von Österreich
->ebenfalls 1815: Gründung der Heiligen Allianz
- Zunächst nur zwischen Preußen, Österreich und Russland zur Unterdrückung revolutionärer Ideen
- Später schlossen sich dann aber bis auf Großbritannien alle europäichen Staaten an
- Beschlüsse stoßen bei der Bevölkerung und den sich darunter befindenden nationalen und liberalen Gruppierungen auf Wiederstand und Enttäuschung:
- Deutschland bleibt weiterhin in Einzelstaaten zersplittert, d.h. die Forderung nach einem Nationalstaat wird enttäuscht
- Es fehlt ein einheitliches Maß-u.Münzsystem, ein gemeinsames Postwesen, Bundesgericht und Heer
- Freier Handel und Produktion werden durch die Zollsbetimmungen eingeschränkt
- Bügertum hat kein Mitspracherecht in der Politik, es gibt keine gewählten Volksvertreter in Frankfurt
- Freiheitliche Verfassungen werden durch den deutschen Bund verhindert
- Demokratische Bewegungen werden mit Polizeigewalt unterdrückt
->Folge: Kampf um liberale Verfassungen und die hart erkämpften Rechte der Französischen Revolution
- U.a. Entstehung von vielen Burschenschaften an den Universitäten, die freiheitliche Ideen vertraten - Nationalismus, Liberalismus ; verstanden sich als gesamtdeutsche Bewegung
- 18. Oktober 1818 Gründung des Dachverbandes: Allgemeine Deutsche Burschenschaft in Jena
- bereits 1817: Wartburgfest
- patriotische Reden von Studenten und Professoren
- Verbrennung von "undeutschen Büchern", Perücken und Korporalstöcken
- Revolutionäre Umtriebe radikaliesierten sich zunehmend:
- Paradebeispiel dafür: Ermordung des Schriftstellers August von Kotzebue 1819 ; Kotzebue = konservativer Theaterdichter, spottete über die Burschenschaften und deren freiheitliche Ideen ; wurde dem Theologiestudenten aus Jena , Karl Ludwig Sand, zu viel, ermordete ihn
- Staat reagiert mit Karlsbader Beschlüssen 1819:
- Verfolgung von Demagogen (=Volksverhetzern)
- Pressezensur
- Burschenschaften werden verboten
- Eine "Zentralbehörde zur Verfolgung revolutionärer Umtriebe" wird eingerichtet
->Haben zuerst Wirkung: freie Meinungsäußerung eingeschränkt, doch im Untergrud brodelt es natürlich weiter nach Motto : Jetzt erst recht!
- Durch die Julirevolution in Frankreich 1830 kommt wieder Bewegung in die Sache:
- In Frankreich gab es eine konstitutionelle Monarchie , doch: Bürgertum ruft nach Republik, König will absolute Herrschaft -> Sturz von König Karl X. ( flieht nach England) , Louis Philippe (als liberal bekannt) wird zum Bürgerkönig erhoben
- Volk bekommt liberale Verfassung garantiert, Bürgerechte und pol. Rechte werden gesichert - Trikolore wird Staatsflagge
->Folge: in Deutschland kommt die libereale und nationale Bewegung neuen antrieb, was im Hambacher Fest 1832 gipfelt:
- Patriotische Reden jetzt nicht nur von Studenten sondern auch Beteiligung von Bauern, Handwerkern
- Ruf nach Republik
- Forderung nach Neuregelung des Bildungswesens und wirtschaftlicher Einheit
->Metternich verschärft Karlsbader Beschlüsse ; u.a. Berufsverbote, öffentliche Versammlungen waren eh schon oft nicht mehr möglich, noch strengere Zensur
->wiederum Spannungen und Auseinandersetzungen
- ...gipfelt in:
- Göttinger Sieben 1837
- Im Königreich Hannover hatte der König die nach der Julirevolution gewährten Rechte wieder aufgehoben, wogegen 7 Professoren der Universität Göttingen öffentlich protestierten, u.a. die Brüder Grimm
- Professoren werden entlassen und vom Volk groß gefeiert
->nicht nur im politischen System gab es Unruhen ,sondern es herrschten auch soziale Probleme, trotz des wirtschaftlichen und technischen Fortschritts:
- Preußische Reformen
- Gründung des Zollvereins 1834
->Ankurbelung zahlreicher Industriezweige
- Pauperismus -Absinken zwischen arm und reich
- Hungersnot durch Missernten
- Geringe Löhne
- Landflucht
- Besonders schlecht dran: Weber
- Konkurrenz von Maschinen
- Import aus England = Konkurrenz
- Oft als Heimarbeiter im Auftag von Verlegern tätig
- Schlesische Weber: Aufstand 1844, durch preußisches Militär niedergeschlagen
->neue politische Richtungen beginnen zu entstehen: u.a. Sozialisten
- ...was jetzt aber großen Einfluss auf Deutschland nimmt ist die Febuarrevolution in Frankreich
- Frankreich hatte zwar seit der Julirevolution 1830 einen neuen König ,der von der Volksvertretung abhängig war, doch : starker Zensus, daher konnten nur knapp 3% der Franzosen überhaupt wählen
- Beim Kampf um ein anderes Wahlrecht drohte dann auch noch das Vebot politischer Versammlungen durch den Ministerpräsidenten Francois Guizot --> heftige Kämpfe --> Guizot wird gestürzt, Bürgerkönig Louis Philippe dankt ab und flieht ins Ausland